30.06. heute mußten wir erst einmal unsere Vorräte wieder auffüllen, da wir vorher alles soweit weggefuttert haben, da man sonst schon einmal Theater am Zoll bekommen kann, wenn man Lebensmittel in die USA einführt. Feststellen mußten wir, daß es hier in den USA im Vergleich zu Kanada doch günstiger ist, einzukaufen, auch wenn es in Deutschland doch noch deutlich günstiger ist. Getankt wurde auch noch, dann machten wir uns auf zum Hoh-Regenwald. Passenderweise fing es auch nach dem Frühstück bei 14 Grad an, zu regnen. Die Fahrt im Olympic Nationalpark führte an dem schönen großen See Crescent entlang. Nach 2 Stunden waren wir dann endlich da, die letzten Kilometer der Fahrt führte uns bereits durch einen Märchenwald. Das satte Grün der teilweise moosüberwucherten Bäume machen den Hoh-Regenwald  zu einem mystisch anmutenden Ort. In der regenreichsten Gegend Nordamerikas sorgt die hohe Feuchtigkeit für eine einzigartige Flora und Fauna. Die vorherrschenden Baumarten sind die Sitka-Fichte und die westamerikanische Hemlocktanne. Auf dem Rückweg hielten wir noch am Second Beach an, den man nach einem Spaziergang durch einen Feuchtwald erreicht. Der Strand lag voll mit aufgetürmten Treibolz. Leider war das Wetter sehr trübe, so daß wir nicht weitergingen. Also zurück nach Port Angeles, wor wir dann noch Pizza essen waren. 

01.07. heute ging um 6.45 Uhr der Wecker, so daß wir (am Sonntag Morgen) früh genug den Tag beginnen konnten. Frühstück zubereiten, spülen, duschen dauert doch irgendwie auf dem Campingplatz immer länger als zuhause.... aber wir fuhren dann doch noch recht zeitig ab. Heute wollten zum Hurricane Ridge Gebirge (1598 m hoch), im Tal und auf dem Weg hinauf fuhren wir die Serpentinen im Nebel, überholten viele Tour de France-ambitionierten Fahrradfahrer. Wir wollten schon fast umdrehen, als der Himmel dann doch aufriß und sich die Sonne zeigte. Ein wunderschönes Panorama mit schneebedeckten Gipfeln lag vor uns. Wir liefen den Hill Trail hinauf und wurden dort mit einer Rundumsicht mit blauem Himmel belohnt. Eine sehr schöne Wanderung, die sich auf jeden Fall lohnt. Oben wurden wir dann ganz kitschig von Hirschen und Murmeltieren begrüßt. Sah aus, als ob die Ranger die Tiere extra für uns zum Fototermin dort drappiert hätten. Mittags aßen wir dann noch unser letztes Stück Pizza vom Vorabend mit Blick auf die Berge, dann ging es durch die Nebelwand zurück zum Campingplatz. Jetzt hieß es mal wieder Wäsche waschen, Fotos sortieren und was es noch so Wichtiges zu tun gab. Den Nachmittagskaffee tranken wir dann vor unserem Bus bei 18 Grad in der Sonne. 

02.07. heute morgen fuhren wir erst einmal zum Salt Creek ganz in der Nähe des Campingplatzes. Dort kraxelten wir auf den Felsen herum, die mit Algen bewachsen sind. Wir hätten dort auch locker tonnenweise Miesmuscheln einsammeln können, das haben wir natürlich nicht gemacht. Bei Ebbe sieht man dort Seesterne, Anemonen und vieles mehr. Jedoch waren wir noch zu früh am Tag dort und wollten auch noch weiterfahren. Somit spazierten wir dort eine Stunde an der Küste entlang bevor es nach Seattle gehen sollte. Wir wollten die Fähre von Bainbridge Island nehmen. Wir rechneten mit einer langen Wartezeit, jedoch als wir dort ankamen, erfuhren wir, daß die nächste Fähre in ca. 1/2 Stunde abfahren würde und der Andrang hielt sich auch in Grenzen. Die ganze Überfahrt hat für uns alle, also Bus, Jürgen und Tanja ganze € 16,- gekostet, ein richtiges Schnäppchen. Als wir in Seattle ankamen suchten wir erst einmal einen Parkplatz in der Nähe des Aussichtturmes (genannt Space Needle), hier zahlten wir dann allerdings auch € 14,- Parkgebühr für 3 Stunden. Am Aussichtsturm betrug die Wartezeit 2 1/2 Stunden, so lange wollten wir dann doch nicht warten. So gingen wir erst einmal an der Waterfront entlang, um uns dann den bunten Pike Place Market anzuschauen. Dort wird über Kunsthandwerk, Blumen und Biolebensmitteln alles mögliche angeboten, ein buntes Sammelsurium. Den Rest der Zeit nutzten wir zum obligatorischen Jeans-Shopping. Übernachtet haben wir in einem Privathaus etwas außerhalb. 

03.07. wir haben doch in der Unterkunft mal wieder schlechter geschlafen als im Bus... was heißt das? daß wir anscheinend zuhause demnächst auch im Bus schlafen müssen, ha ha ha... Auf den Bus werden wir sehr oft angesprochen, sei es von Deutschen, die wissen wollen, wo wir genau herkommen und was wir hier so treiben - oder sei es von den Kanadiern/Amis, die fragen, wo wir den Bus gekauft haben. Einige von ihnen haben noch den alten Westfalia, sprich einen Wohn-VW-Bus wie wir, bloß viel älter. Den VW-Bus an sich kann man hier nicht mehr kaufen, bei den vielen Anfragen, die wir bekommen, stellt sich heraus, daß der Bus der Verkaufsschlager hier wäre. Aber nun gut... so werden wir halt weiterhin bestaunt, den Bus würden wir hier mit Kußhand loswerden, aber wir können ja unser neues Zuhause nicht verkaufen !! Heute jedenfalls fuhren wir die erste Etappe von Seattle in Richtung Yellowstone-Nationalpark. Wir fuhren, da wir zeitlich gut im Plan sind, eine Alternativroute u.a. über den Stevens Pass (1238 m hoch) und standen dort mitten in einem Skigebiet. Skifahren fiel mangels Schnee heute aus !! Weiter ging es nach Garmisch.... ach nein, das bayrische Städtchen mitten im Bundesstaat Washington heißt Leavenworth. Dort kommt man sich wirklich vor, als wäre man nach Bayern versetzt worden, inklusive Bratwurst, Schweinshaxe und Sauerkraut. Leider war die Bäckerei, auf die ich alle meine Hoffnung auf ein gutes Brot gesetzt habe, geschlossen. So ein Pech aber auch. Weiter ging es auf dem Highway 90 erst einmal nach Spokane, wo wir unseren Zwischenstop eingelegt haben. Übernachtung im Motel 6.

04.07. Fahrt zum 2.Zwischenstop nach Bozeman, wo wir dann noch den letzten Platz auf dem Campground bekommen haben, inklusive Beschallung durch Autobahn und Zug, der dann gerade auch noch auf unserer Höhe ordentlich hupte. Wir bekamen dann auch gleich von der Besitzerin ein paar Ohrstopfen dazu, damit haben wir tatsächlich gut geschlafen. Na ja, die Kombination Zug und Autobahn kennen wir auch von zuhause, nur ist es bei uns im Vergleich leise. 

05.07. nach einem "geruhsamen" Frühstück neben der Autobahn ging es dann weiter in Richtung Yellowstone-Nationalpark. Wir fuhren eine landschaftlich schöne Strecke bis zum Nordeingang des Nationalparkes, von wo wir die Besichtigung des großen Parkes begonnen. Der erste Halt waren die Mammoth Hot Springs, dort sahen wir uns bei 29 Grad (wir sehnten ja ein wenig Wärme herbei, jetzt ist es soweit!!)

die Kalkterrassen an, die in den schönsten Farben leuchteten. Erklärung hierzu: heiße Quellen lassen warmes Wasser von ca. 70 °C über die Terrassen gleiten. Das Wasser enthält überdurchschnittlich hohe Kalk- und Mineralienanteile, die am Quellaustritt ausfallen und sich in Form von Terrassen ablagern. Somit ändert sich auch ständig die Terrassenlandschaft. Heute lagert das Wasser bis zu zwei Tonnen Kalkstein pro Tag ab. Hier kann man schon einige Zeit verbringen. Nachdem wir uns mit unserem obligatorischen Mittagessen im Bus (bestehend jetzt wieder aus Wabbelbrot mit Salami/Käse und dazu Obst und Joghurt) gestärkt haben, fuhren wir durch die hügelige, grüne Landschaft des Yellowstones. Jetzt bereits konnte man feststellen, daß wir nicht ganz alleine im Park waren. Kleine/große Wohnmobile, Harleys, Pick-ups und wir fuhren in Kolonne durch die wunderschöne Gegend. Wir reihten uns gerne ein. Hinzufügen muß man auch, daß der Park meistens nur von ca. Mitte Juni bis Mitte September befahrbar ist, in der restlichen Zeit ist es wegen der Wetterverhältnisse wie Schnee und Eis nicht möglich, dort Urlaub zu machen. So knubbelt sich natürlich alles in einer relativ kurzen Zeit. Auf dem Weg zum Canyon hielten wir noch an einigen mehr oder weniger sehenswerten Wasserfällen wie den Undine-/Wraith und Tower Falls an. Auf dem Weg zum versteinerten Baumstamm sahen wir dann unsere Lieblingstiere. Mamabär und ihre drei Kleinen fraßen und tollten im hohen Gras herum. Ein kleiner Teddy versuchte mit mehr oder weniger Erfolg einen Baum zu erklimmen. Das war noch einmal ein nettes Erlebnis am Rande. Man sieht, auch hier sind die Bären wieder unterwegs. Am heutigen Tag sahen wir auch noch 2 stattliche Hirsche und einige Bisons, die am Wegesrand auf uns warteten. Zum Ende hin schauten wir uns noch den Grand Canyon des Yellowstones mit seinen beeindruckenden Wasserfällen an. Weiter ging es durch das langgestreckte Haydental, in dem öfters Bisonherden zu sehen sind. Heute waren nur kleinere Herden zu sehen. Jetzt wurde es Zeit, daß wir unseren Campingplatz finden. Ein ganz schön großes Areal, aber unser Stellplatz für 3 Nächte war gut zu finden. Mitten im Wald hatten wir ein nettes Plätzchen, die Mücken freuten sich auch wieder, uns zu sehen. Da es so spät war, gingen wir noch in das Lake Restaurant im Ort, das allerdings nicht so toll war. 

 

 

06.07. wir standen früh auf, um noch vor den Anderen vor Ort zu sein. Auch das war ein Trugschluß, auch die anderen Touris wollen sich die Schönheiten des Parkes anschauen. Auf ging es heute zum absoluten Highlight des Yellowstone-Parkes: daobere Geysir-Becken, auch Old-Faithful-Region genannt. Unter den geothermalen Objekten befindet sich rund ein Viertel sämtlicher weltweit existierender Geysire, darunter u.a. der Old Faithful und Grand Geysir. Der Old Faithful-Geysir bricht ca. alle 90 Minuten für ein paar Minuten aus. Die Zeiten können bis auf 10 Minuten genau vorhergesagt werden. In der Touristeninfo hängt jeweils eine Info aus, wann der nächste Ausbruch zu erwarten ist. Wir setzten uns mit "einigen" anderen Touris auf die dort extra aufgestellten Bänke und was soll ich sagen, auf die Minute genau spuckte der Geysir, während der Eruption werden zwischen 14000 und 32000 Liter Wasser ausgestoßen. Ein Wahnsinns-Spektakel. Das habe ich noch nie so gesehen. Nachdem so einige Fotos gemacht wurden, marschierten wir auf Holzstegen weiter durch die mystische Landschaft. Überall qualmte es, es roch nach faulen Eiern, die Becken leuchteten in allen Farben. 3 Stunden sind wir inklusive eines Abstechers zum Black Sand Basin durch das Areal spaziert. Trotzdem wir nur in der prallen Sonne liefen, wurden wir es nicht leid, uns immer wieder Neues anzuschauen. Als wir wieder bei dem Old Faithful ankamen, sahen wir schon wieder die Menschenmassen vor dem Geysir stehen. Was bedeutet das? Klar, die nächste Eruption steht bevor. Also schauten wir uns nach nur 10minütiger Wartezeit das 2. Mal den Ausbruch an. Sagenhaft !!! Wir wollten anschließend zum Auto gehen, als wir einen Ranger sahen, der wild gestikulierend erklärte, daß in 5 Minuten der Grand Geysir ausbrechen wird. Also nichts wie hin, da es nicht so weit von uns entfernt war. Dieser Geysir bricht immer nur einmal am Tag aus und zu unserem großen Glück war es jetzt gerade so weit. Wir hatten wirklich ein großes Glück, dies auch noch miterleben zu dürfen. Eine durchschnittliche Eruption des Grand Geysir dauert 9 bis 12 Minuten und besteht aus 1 bis 4 Wasserausstößen. Dabei kann die Eruption eine Höhe von bis zu 60 m erreichen. Jetzt waren wir aber endgültig gargekocht. Zur Abkühlung sahen wir uns noch einen Film im Infocenter zum Thema Geschichte der Entstehung des Parkes an. Da wir genug gelaufen waren, beschlossen wir, zum Biscuit Basin, der oberhalb liegt, zu fahren. Hier gestaltete sich die Parkplatzsuche schon etwas schwieriger, da wir, wie gesagt, nicht alleine unterwegs waren. 

 

 

07.07. heute wieder frühes Aufstehen, wir waren für unsere Verhältnisse wirklich früh unterwegs. Aber wie schon am Vortag waren viele Andere noch früher auf Straßen und Parkplätzen. Heute hieß es, alles noch mitzunehmen, was wir bis jetzt noch nicht geschafft haben. Zuerst fuhren wir zum Midway Geyser Basin, wo wir uns von einer Aussichtsplatform den absolut sensationellen Grand Prismatic Spring (Durchmesser ca. 90m) ansahen, er leuchtete in all seinen Farben. Von unten haben wir nur mehr oder weniger dicke Qualmwolken gesehen, so muß man doch den kleinen Fußmarsch hinauf auf den Aussichtspunkt machen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Leider haben uns die weiteren sicherlich auch sehr schönen Gebiete nach dem gestrigen Höhepunkt nicht mehr ganz so vom Hocker gerissen. Wir fuhren noch zu den Artist Paint Pots, dem Norris-Geysirfeld und dem Mud Volcano. Auf dem Rückweg versperrten des öfteren Bisons die Straße, so daß es unweigerlich zu Staus kam. Sie wollten wahrscheinlich die Touris ein wenig ärgern oder auch begeistern. Überall wurden die Kameras gezückt. Bisons haben wir an diesem Tag reichlichst gesehen. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Campingplatz, wo wir Kaffee tranken, die weitere Reiseroute festlegten, zum Duschen fuhren (die Duschen waren etwas weiter weg, ein Massenduschquarties für Hunderte von Besuchern)....

08.07. heute hieß es Abschied nehmen von einem wirklich genialen Nationalpark, der mit allen Facetten aufwarten kann. Durch den Teton-NP fuhren wir dann weiter in Richtung Salt Lake City. Das Stück, das wir von dem Teton gesehen haben, war auch wieder ein absolutes Muß. Nichts gegen die schnelle Autobahn (was in den USA auch schnell heißt bei einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 130 auf  wenigen Abschnitten), aber wir fuhren die Alternativroute durch die Rocky Mountains. Dies wäre auch wieder eine nette Motorradstrecke gewesen, die auch einige Easy Rider mit ihren Harleys (natürlich nur in T-shirt, Jeans und wild flatterndem Haar, wozu auch ein Helm?) abfuhren. Jedoch bei Temperaturen bis zu 39 Grad !!!, ja das war unsere bis jetzt persönliche Höchsttemperatur. Vorbei am Bear Lake, fuhren wir dann auch noch durch Paris (wo ist nur der Eiffelturm geblieben?). Das letzte Stück fuhren wir dann doch noch Autobahn und kamen dann tatsächlich bei 39 Grad in Salt Lake City an. Hier krochen wir dann in der Hitze durch die Straßen, viel zu sehen gibt es nicht, die ganze Stadt besteht aus riesigen Gebäuden, die den Mormonen gehören, u.a. der Hauptsitz der Mormonenkirche, der majestätische Salt Lake Temple aus dem 19. Jahrhundert sowie die neugotische Assembly Hall. Vom Capitol hoch auf dem Hügel hat man einen schönen Blick auf die Stadt, die von dem großen Salzsee und den schneebedeckten Berggipfel umgeben ist. Am späten Nachmittag kamen wir dann im Hotel an, das wir uns für heute gönnten. Am Abend gingen wir noch in das Steakhaus, in dem man gute Steaks und Salat all you can eat bekommt (Sizzler), wir haben uns kugelrund gegessen, nachdem wir die letzten Abende unsere Nudeln mit Salat gegessen hatten.

 

09.07. heute auf dem schnellsten Weg nach Moab. Nachdem wir uns durch den für amerikanische Verhältnisse dicken Verkehr gequält haben, wurde es danach wieder ruhiger und man konnte bis zu 130 km/h fahren. So ging es gut voran. Am Vorabend haben wir 1 lange Stunde versucht (Telefon-Endloswarteschleife), einen Campingplatz zu reservieren. Wir haben dann entnervt aufgelegt und sind auf gut Glück nun heute dorthin gefahren, um auch noch einen Platz zu ergattern, im 41 Grad heißen Moab, unter schattenspendenden Bäumen. 

Als erstes gingen wir wie immer zur Touristeninfo, wo uns wieder eine Deutsche beriet. Sie hatte gute Tips zum Arches Nationalpark, den wir hier hauptsächlich besuchen wollen und auch zum Umland und zu unserer Weiterreise in Richtung Grand Canyon. Wir haben uns eine ganze Weile mit ihr über dies und das unterhalten, war ganz nett. Da es noch relativ früh am Tage war, 15 Uhr, fuhren wir zum Arches Park. 

Dort haut einen die Landschaft wirklich um !! Man fährt durch meterhohe rot/gelb/grüne Sandsteingebilde, mit der weltweit größten Konzentration an natürlichen Steinbögen (engl.: arches), die durch Erosion und Verwitterung ständig neu entstehen und wieder vergehen. Im Parkgebiet gibt es über 2000 Arches. Man kommt aus dem Staunen garnicht mehr heraus. Wir haben uns noch den Bereich "Windows" vorgenommen, der bereits einige wunderschöne Bögen zeigte. Nachdem wir dort ein wenig in der Hitze herumgelaufen sind, waren wir schon ziemlich fertig, aber die Eindrücke entschädigen für die Strapazen. Abends genehmigten wir uns einen Pitcher Bier und einen Salat in der Brauerei, die wir fußläufig vom Campingplatz erreichen konnten. Nachts kühlt es sich hier auf ca. 28 Grad ab, die hatten wir auch sicherlich im Bus, dementsprechend war die Nacht. Übernachten im Bus ist jetzt langsam grenzwertig.

 

10.07. nach einer "heißen" Nacht bei mindestens 28 Grad war um 5 Uhr Aufstehen angesagt. Wir wollten die "kühlen" Morgentemperaturen für eine Wanderung im Arches nutzen. Heute wollten wir den Devils Garden-Weg ablaufen. Wir starteten um 7 Uhr unsere Wanderung bei 28 Grad und beendeten sie 3 Stunden später bei 35 Grad. Also was sagt uns das? Man muß möglichst früh starten. Mit reichlich Wasser, Bananen und Wanderschuhen bewaffnet ging es los. Es hieß in der Beschreibung : Trittsicherheit vorausgesetzt, das stimmte auffallend, es begann im Schatten noch recht sachte, dann kamen aber die dicken Felsen, die wir überwinden mußten. Es war kein Sonntagsspaziergang, aber wir sahen wieder eine Reihe toller Steinbögen, der schönste war der Landscape Arch, der mit 92 m Spannweite einer der größten Bögen der Welt ist. Ziel des Ganzen war der doppelte Bogen, der Double O Arch. Auch sehr beeindruckend. Fazit: eine Wanderung durch diese Landschaft muß man unbedingt machen, denn sie ist absolut sehenswert. Am Nachmittag haben wir, nachdem wir mit dem Auto durch die Waschanlage gefahren sind (nicht besonders sauber geworden) und ein paar Sachen gewaschen haben, die Beine hochgelegt. So eine Wanderung in der Hitze schlaucht schon. Abends wieder zur Brauerei gegangen. Am Nachmittag und Abend war der Himmel pechschwarz und es donnerte, aber es kamen nur ein paar Regentropfen herunter.

11.07. nach einer angenehmeren Nacht (es hatte sich doch ein wenig abgekühlt, nachdem der Regen anscheinend irgendwo anders heruntergekommen ist) sind wir wieder um 5 Uhr aufgestanden, um dann unsere Wanderung um 7 Uhr bei nur 25 Grad !! zum Delicate Arch zu starten. Die Wanderung wurde wieder als schwierig beschrieben, aber es war dann im Nachhinein im Vergleich zu gestern ein Spaziergang. Es ging zwar 1 Stunde lang stetig bergauf und das nur in der Sonne, aber man hatte keine Klettereinlagen. Die Landschaft war erst ein wenig öde, wurde aber zunehmend interessanter. Zum Ende hin mußten wir am Felsen entlangmarschieren... als wir dann plötzlich um die Ecke herum den bombastischen Steinbogen sahen. Der Delicate Arch ist ein alleinstehender ca. 20 m hoher Steinbogen inmitten einer tollen Landschaft. So ließen wir uns auch unter dem Bogen fotografieren, vielleicht erkennt man uns klein wie die Ameisen auf dem untenstehenden Foto. Wir saßen dort eine Weile, weil man von dem Anblick garnicht genug bekommen kann. Doch dann wurde der Rückweg angetreten, nur bergab war natürlich bei steigenden Temperaturen kein Problem mehr. Wir sahen uns dann im Park noch einiges an, bevor es dann in den Canyonlands-Nationalpark ging. Dieser ist nicht weit vom Arches-NP entfernt. Dort fuhren wir zuerst zum Dead Horse Point, von dem man einen besonderen Ausblick aus 1731 m Höhe auf den über 600 m tiefer gelegenen Colorado River hat, der an dieser Stelle eine 180°-Kehre macht. Weiter ging es zum Shafer Canyon und zum Mesa Arch, ein weiterer Steinbogen. Auch dieser Park ist seinen Besuch absolut wert. Danach waren wir allerdings wieder geschafft. Kurz zum Supermarkt, zum Tanken, Wäsche waschen, Blog schreiben und nichts mehr tun. Nun ja, schließlich sind wir früh unterwegs gewesen. Mittlerweile zeigte das Thermometer wieder 38,5 Grad, bei den Temperaturen erlahmt alles, obwohl es eine trockene Hitze ist. 

 

12.07. heute ging es auf schnellstem Wege zum Monument Valley. Schon von weitem rückte das Aushängeschild des Tales ins Blickfeld: die Silhouette der drei markanten Monolithen, die wir uns dann noch näher anschauten. Bei einer Rundfahrt durch das Tal auf einer Stoßdämpfer-Teststrecke, heißt Sandpiste, Felsen, Schlaglöcher, eröffneten sich uns immer wieder neue Perspektiven. Es war wieder einmal ein Supererlebnis, nur mußte man ein wenig Angst um den Bus haben… aber er hat gut durchgehalten. Auf dem Parkplatz warnte Jürgen einen anderen Touri, der mit seinem dollen Mustang mit schwarzlackierten Felgen die Strecke fahren wollte… er hat dann doch eine geführte Tour vorgezogen. Nach einem kurzen Mittagessen im Bus ging es dann weiter zu unserer Übernachtungsstelle, dem Natural Bridges-Nationalpark. U.a. fuhren wir fuhren wir in engen Haarnadelkurven, auf Schotterpiste (ohne Leitplanken) die Straße 261  vom Valley of the Gods hoch zum Cedar Mesa, eine Superstrecke, jedoch nicht für Wohnmobile oder andere große Vehikel geeignet. Trotzdem sahen wir einen, der mit seinem Auto + Wohnanhänger sich durch die engen Kurven quälte. Im Park angekommen sicherten wir uns einen Platz auf dem staatlichen Campingplatz, der wunderschön im Park selber gelegen war, wir hatten viel Platz inmitten von Wacholder- und anderen Sträuchern. Dort herrschte eine himmlische Ruhe, da es auch nicht sehr voll war. Wir nutzten die verbleibende Zeit nach dem Kaffee, um uns bei einer schönen Rundfahrt durch den Park die verschiedenen Felsbrücken anzuschauen. Die Brücken unterschieden sich alle voneinander. Zur Sipapu Brücke sind wir ein Stück den Canyon hinuntergelaufen, zur Owachomo Brücke sind wir ganz heruntergelaufen (war ein schöner mittlerweile Abendspaziergang), um uns die Brücke einmal von der Unterseite anzuschauen. Der Park war insgesamt sehr sehenswert. Am Abend aßen wir noch unser Huhn mit Salat, sehr lecker, haben wir es mit kalifornischem Rotwein hinuntergespült. Im Hintergrund wurde es rabenschwarz und wir konnten die Blitze und das Donnern von weitem beobachten, ohne naß zu werden. Die Nacht war angenehm kühl. 

 

13.07. morgens bei angenehmen Temperaturen gefrühstückt, dann ging es auch schon wieder weiter….zu unserem Zwischenstop zum Bryce Canyon, nach Escalante. Die Straßen #95, 24 und 12 sind landschaftlich sehr reizvoll, gehen u.a. durch den Capitol Reef NP, es geht bis zu einer Höhe von 2804 m über einen Paß, Oben auf unserem Mittagspicknick-Parkplatz trafen wir eine amerikanische Familie mit einem alten Westfalia, T3, so wurde gefachsimpelt, welcher Bus welche Vorteile hat. Es besteht immer eine Verbindung zu VW-Bus-Fahrern!!! Als wir uns wieder auf dem Weg machten, wurde der Himmel pechschwarz und es kübelte wie aus Eimern, Hagel kam noch mit dazu. Dies ist jetzt wohl das typische Wetter, das uns begleiten wird. Am Tage heiß, zwischendurch Gewitterstürme mit unglaublichen Regenschauern, die Temperaturen sinken dann teilweise bis auf 10 Grad. Eine nette Abkühlung zwischendurch, die allerdings nicht anhält. Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Campingplatz bei Regen im Bus. Abends haben wir dann im verschlafenen Örtchen Escalante noch etwas gegessen. 

14.07. morgens machten wir unseren Spaziergang im am Campingplatz angrenzenden Escalante Petrified Forest NP, 1 ½ Stunden ging es teilweise den Berg hinauf und hinunter durch eine nette Landschaft, der Höhepunkt waren die versteinerten Baumstämme, die auf dem „Trail of Sleeping Rainbow“ überall herumlagen, sie schimmerten in den buntesten Farben. Wir kamen aus dem Staunen garnicht mehr heraus, einfach toll. Nachdem wir unser Frühstück wieder einigermaßen abtrainiert hatten, fuhren wir die absolute Holperpiste (Hole-in-the-Rock-Road), die 57 Meilen lang ist, danach sind wahrscheinlich alle Plomben herausgeflogen und den Bus kann man erst einmal in die Werkstatt bringen. Wir fuhren die ersten 20 km, die schon schlimm waren, aber danach wird es 3 Mal schlimmer. Das Ziel war der Devil’s Garden, in dem wir durch den Sand um die ungewöhnlichsten Felsskulpturen wanderten. Zurück ging es wieder über die Teststrecke, um dann die Fahrt auf Asphalt fortzusetzen… welch eine Wohltat. Der nächste Stop war der Kodachrome Basin Park. Als wir in Cannonville in der Touristeninfo waren, fing es plötzlich dermaßen an zu schütten, daß das Wasser in Strömen die Straße hinunterlief, hinzu kam dann noch Hagel, so daß wir dort erst einmal für ½ Stunde festsaßen. Nachdem ich die Sandalen ausgezogen hatte, watete ich durch den Fluß, der unter unserem Bus hindurchfloß. Auf der Straße bekam der Bus (wohlgemerkt höhergelegt) eine Unterbodenwäsche. Trotzdem an dem Campingplatz das gefürchtete Schild „full“ stand, waren noch Plätze frei. Wir haben letzendlich einen tollen Platz inmitten der Felslandschaft bekommen. Das Wetter hatte sich wieder beruhigt, so daß wir noch eine kleine Wanderung durch den Park starten konnten, wieder einmal sehr schön. Abends gab es wieder Nudeln mit Tomatensoße, das geht auf dem Einplattenherd am besten zu kochen. Nudeln kochen, warmhalten in einer Decke und dann die Soße zusammenrühren. Fertig !!! In der Nachbarschaft haben wir uns noch einen gemietetes Wohnmobil angeschaut, eine nette sächsische Familie, mit der wir ein Schwätzchen gehalten haben. 

15.07. morgens frühzeitig in Richtung Bryce Canyon NP aufgebrochen. Dies war nicht mehr ganz so weit, so daß wir noch vor der großen Hitze die Wanderung starten konnten. Zuerst sind wir den Navajo-Trail gelaufen, den wir dann im Anschluß um den Queens Garden Trail erweitert haben. So haben wir die wunderbare Landschaft auch noch von unten quasi aus dem Tal anschauen können. Ein supertoller Park mit vielseitigen Facetten. Zuerst liefen wir bergab durch Säulen, Türme und Skulpturen aus erodiertem Sandstein in allen möglichen rot-gelb Tönen, immer wieder gab es etwas Neues zu entdecken. Eine sehr spezielle Wanderung, die damit endete, daß wir den Berg in Serpentinen bei zunehmenden Temperaturen wieder hinaufsteigen mußten. Es hat sich gelohnt, diese tolle Landschaft von oben als auch von unten erleben zu können. Wir fuhren noch einige Aussichtspunkte ab wie den Inspiration-Point oder auch den Rainbow-Point, von denen man eine gute Gesamtübersicht hatte. Nachdem wir unsere Wanderungen zu diversen Aussichtspunkten beendet haben, fing es auch schon wieder an zu regnen. Wir verließen den Park in Richtung Zion NP, den wir als nächsten Programmpunkt auf unserer Liste hatten. Die Fahrt in den Park hinein führte bereits durch eine phantastische Berglandschaft in allen Farben, u.a. die von horizontalen und vertikalen Linien durchbrochenen Hänge. Wir kamen um 17 Uhr bei 38 Grad im Park an und hofften darauf, noch einen Platz auf den beiden sich im Park befindenden Campingplätzen zu bekommen, tja, da haben wir uns mächtig getäuscht, alles war natürlich ausgebucht. Letzendlich sind wir auf einem Platz am Rande des Parkes gelandet, der nicht gerade heimelig war, aber Duschen hatte, dafür auch recht teuer war. Die Nacht war dann wieder unangenehm warm. 

16.07. frühmorgens starteten wir dann zu unserer ersten Wanderung, es ging 200 m den Watchman-Trail hinauf, dies fast alles im Schatten, somit war es gut auszuhalten. Von oben hatten wir einen ganz netten Blick auf die umliegenden Berge. Nachdem wir wieder im Tal waren, hieß es, 15 Minuten anstehen, um den Shuttle-Bus zu nehmen. 1. Ist der Zion NP um diese Zeit des Jahres knackevoll, 2. kann man in den Park nur mit einem Bus weiterfahren, was allerdings sinnvoll ist, sonst würden sich die Autokolonnen dort durchquälen. Der Bus fährt 9 Stationen während der Fahrt durch den Park an. Es geht parallel zum Virgin River durch immer enger werdende, hoch aufstrebende Felwände in Rot- und Brauntönen. Etliche Wanderwege waren gesperrt, da es an den vorigen Tagen ordentlich geschüttet hat und es folglich zu Auswaschungen auf den Wegen kam. Somit entschieden wir uns für noch 2 weitere leichte Wanderungen. Die eine führte am Fluß entlang durch die hohen Felswände, die zweite ging zu dem sogenannten Emerald Basin, hier war der Weg das Ziel. Es war auch mittlerweile Mittag, so daß es wieder schön heiß wurde. Wir fuhren dann mit dem Bus zurück zum ebenfalls völlig überfüllten Parkplatz. Weiter ging es an diesem Tag noch nach Page, wo wir zum Glück einen Stellplatz auf dem Wahweap-Campingplatz vorab reserviert hatten. Der Platz befand sich oberhalb des Lake Powells, wir hatten eine nette Aussicht. Bei Temperaturen von wieder einmal 39 Grad gab es nicht einen Baum weit und breit, der Schatten spenden konnte. So war dann auch die Nacht im Bus sehr muckelig warm, man brauchte keinen Schlafsack. 

17.07. heute hatten wir frei !!!, kein Programmpunkt. So haben wir erst einmal in aller Ruhe gefrühstückt, haben uns längere Zeit mit 2 Jungs aus Deutschland unterhalten, die mit ihrem Medizinstudium fertig sind und nun 6 Wochen durch die USA fahren. Wir haben einige Erfahrungen ausgetauscht, da sie und wir schon einiges besichtigt haben, was die Anderen noch vor sich haben. Dann versuchten wir wieder, ins Internet zu kommen, was allerdings auch scheiterte, daraufhin haben wir Wäsche im Waschsalon gewaschen, haben diese dann zwischen den einzigen beiden Bäumen weit und breit aufgehangen. Die Wäsche war bei 40 Grad in gefühlten 10 Minuten trocken. Nach dem Mittag sind wir dann doch noch losgefahren und haben beim Walmart eingekauft. An der Kasse werden die Einkäufe dann gleich in zig Tüten verpackt, so rennt jeder mit ca. 8 Tüten aus dem Laden, ein Wahnsinn. Wir sind fast die Einzigen mit unserem Stoffbeutelchen, aber egal.... dann auf zum Horseshoe Bend (eine hufeisenförmige Flußschlinge des Colorado Rivers), eine der Sehenswürdigkeiten in Page. Weiterhin gibt es hier noch den Lake Powell und den Antilope Canyon, den wir morgen auf dem Programm haben...

Abends wollten wir unser Steak braten, jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Der Himmel wurde rabenschwarz und es wurde superstürmig, so daß wir danach ein paniertes Steak gehabt hätten. Also auf den nächsten Tag verschoben und Burger essen gewesen, im einzigen (nicht tollen) Restaurant vor Ort. Die Nacht war etwas angenehmer....

18.07. es heißt früh aufstehen, da wir um 7.30 Uhr an der Kasse beim Lower Antelope Canyon sein müssen. Das Abenteuer für schlappe € 50,- pro Person für 1 Stunden Rundgang sollte man sich jedoch nicht entgehen lassen. Zunächst ging es über eine Stahlleiter in die Schlucht hinein, eine Gruppe von 15 Personen vor uns, das selbe noch einmal hinter uns, eine wahre Massenabfertigung, jedoch hatten wir genug Zeit, Fotos zu machen, es wurden so ca. 100 Fotos, die Ihr Euch aber hier nicht anschauen müßt... unten eine kleine Auswahl. Die Farben und Formen sind schlichtweg atemberaubend. 

 

Nach diesem wunderbaren Erlebnis ging die Fahrt weiter zum Grand Canyon, zur South Rim. Hier hieß es, erst einmal einen Campingplatz Desert View sichern, dort hieß es: wer zuerst kommt, bekommt einen Platz. Da wir vor 12 Uhr schon dort waren, hatten wir Glück und haben für $ 12,- einen ganz nett gelegenen Stellplatz erwischt. Hier gibt es zwar keine Duschen, aber der Preis und die Lage sind unschlagbar. Unmittelbar neben dem Campingplatz ist der erste Aussichtspunkt mit einem Aussichtsturm, von dem man einen großen Teil des wirklich riesigen Grand Canyons sieht. 

Im Grand-Canyon-Nationalpark liegt der größte Teil des Grand Canyon, einer steilen, langen Schlucht im Norden des US-Bundesstaats Arizona, die während Jahrmillionen vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben wurde. Der Canyon ist etwa 450 km lang, zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Wir fuhren anschließend noch diverse Aussichtspunkte am Grand Canyon ab, die sich auf dem Weg zum Besucherzentrum befinden. An jedem Punkt eröffnete sich wieder ein neuer grandioser Blick über den Canyon und in seine Tiefe. Am Abend brieten wir das Steak, das ganz lecker war.

19.07. der frühe Vogel... ja, wir wollten nicht in der größten Hitze laufen, somit früh aufgestanden. Heute fuhren wir mit dem Bus zum Visitor Center, von dem die Shuttle-Busse in den Park weiterfahren. Um die Uhrzeit bekamen wir auch noch einen guten Parkplatz und auch einen Sitzplatz im Bus, was nicht selbverständlich ist. Wir fuhren 1/2 Stunde am Südrand des Canyon entlang und stiegen am Powell Point, unserem ersten Aussichtspunkt, aus und liefen dann ca. 3 Stunden zu weiteren Aussichtspunkten immer an der Kante entlang, ein schöner Spaziergang, der immer wieder neue Ausblicke auf den Canyon bot, jedoch zum Mittag hin auch immer schweißtreibender wurde. An der Haltestelle The Pima Point sind wir dann wieder in den Bus gestiegen, um zum Parkplatz zurückzufahren. Einen kleinen Zwischenstop haben wir noch im Canyon Village eingelegt, wo wir uns noch ein wenig umschauten. Am frühen Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg zu unserem reservierten Campingplatz mitten im Park. Für $ 45,- erwartete uns ein besserer Parkplatz, aber mit Dixiklo, Wasser-und Elektroanschluß. Duschen mußten wir dann in dem Servicecenter in 1 Kilometer Entfernung. Eine Frechheit für den Preis, aber die Lage ist natürlich sehr zentral und es war komplett ausgebucht. Zum Abend hin fing es leicht an zu regnen. 

20.07. nach einem letzten Blick auf den Grand Canyon ging die etwas längere Fahrt weiter in die Spielerstadt Las Vegas. Dort kamen wir bei 40 Grad am Baymont Motel an, in dem wir um 13.30 Uhr einchecken wollten, dies war jedoch erst um 15 Uhr möglich. Gut, daß es in fußläufiger Entfernung ein Outlet gab, das klimatisiert ist !!! und in dem man gut herumschlendern konnte. Um 15 Uhr als ins Motel, ab auf das Zimmer, das aber zu unserer Überraschung belegt war. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt. Also wieder zur Rezeption und ein anderes Zimmer bekommen. Dann sind wir erst einmal zum "Strip" gefahren, wo sich die Casinos, Hotels und Restaurants befinden. Ein Riesenrummel mit Tausenden von Leuten, die sich durch die Straßen schieben... und das bei der Affenhitze !! Wir haben uns bei einem Stand für Resttickets erst einmal Tickets für den morgigen Abend gesichert, wir schauen uns den Cirque du Soleil an. Weiter ging es durch die prunkvollen Hotels und Casinos. Abendessen beim Mexikaner, als uns eine Dame 2 Eintrittskarten in die Hand drückte, sie brauchte sie nicht. Die Show begann um 20 Uhr, also in einer halben Stunde gegenüber vom Restaurant. Also nichts wie hin. Es soll die abgefahrenste Show in Las Vegas sein, so war es dann auch. Die Show "The Miss Behave Gameshow" fand im Hinterraum statt, man kann es kaum beschreiben, die Beiden auf der Bühne, eine Frau im Glitzerkostüm und ein voll tätowierter Typ machten mit den Zuschauern ein einstündiges Ratespiel. Alleine schon die Zuschauer zu beobachten, war richtig witzig, viele waren von oben bis unten tätowiert, gepierct, die Ohrläppchen mit Riesenlöchern hingen fast bis auf die Schultern. Es war sehr amüsant und kurzweilig. Anschließend wurden wir mit den Massen bei 38 Grad über den Strip geschoben. Ein Abschlußbier in einer Bar und dann fuhren wir zurück zum Motel, in unser klimatisiertes Zimmer. 

21.07. heute habe ich endlich einmal den Blog aktualisiert, ich muß jede stabile Internetverbindung ausnutzen. Das dauerte eine Weile und Jürgen war auch gut beschäftigt. Mittags haben wir dann erst einmal unsere Vorräte auffüllen müssen und haben dann einen wirklich leckeren Salat von der Salatbar im Supermarkt gegessen (2 Salate für € 24,- !!). Anschließend stürzten wir uns wieder in die Menschenmenge auf dem Strip. Es ist recht kühl geworden, nur noch 32 Grad !! Wir sind über New York, Paris nach Venedig gegangen. Viele Riesenhotels mit Casinos im Eingangsbereich. Weiterhin noch viele Nobelläden, wo man den Gewinn (oder auch meistens nicht) ausgeben kann. Um 20 Uhr brach der Vulkan am "Mirage" aus, ein Spektakel, das es nur in Las Vegas gibt. Alles aus Plastik und viel Show um nichts. Viele richtig dicke, schlecht angezogene Menschen zeigen, was sie haben. Um 21.30 Uhr ging die gebuchte Show los, Cirque du Soleil, ein wirklich tolle Show mit vielen sehr guten Artisten. Die Zeit ging superschnell vorbei, das war KLASSE. Dann sind wir noch 30 Minuten zu unserem Bus gelaufen und haben uns um Mitternacht im Stau angestellt. Um 0.40 Uhr waren wir dann endlich im Motel. 

22.07. Am Morgen wollten wir das Frühstück, das beim Baymont-Motel inklusive war, im Frühstücksraum einnehmen. Eine lange Schlange vor dem Waffelbackautomaten, kein Tisch mehr frei und sonst war auch nicht viel im Angebot. Nachdem sich Jürgen an der Rezeption beschwert hatte, kamen dann doch noch ein paar Eier. Also haben wir uns etwas auf den Teller getan, haben uns einen Kaffee genommen und sind auf unser Zimmer gegangen. Nun ja, das Frühstück ist ja nie im Motel üppig, aber hier....Jürgen bekam dann kurz darauf eine Nachricht, daß Freunde aus Berlin auch in Las Vegas sind, somit haben wir sie kurzerhand noch in ihrem nicht weit von uns entfernten Hotel besucht. Wir werden sie dann noch einmal in Los Angeles treffen, sehr schön, mal wieder bekannte Gesichter zu sehen!! Um 12 Uhr mittags fuhren wir dann noch zum Death Valley. In 2 1/2 Stunden kamen wir dort an, wir wurden mit steigenden Temperaturen begrüßt. Der große Föhn blies ohne Unterlaß und unsere Höchsttemperatur laut Autoanzeige waren 50,5 Grad, das ist zuhause  Starttemperatur für die Sauna. Hier mußte man jedoch immer noch ein wenig herumlaufen und das war wirklich Schwerstarbeit, lange haben wir es draußen nicht ausgehalten. Wir fuhren erst einmal zum Aussichtspunkt Dantes View, von dem man eine Supersicht auf  das Tal hat. Danach ging es zum Badwater, mit 85,5 m Höhe unter Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas. Zum Schluß fuhren wir die Panoramastrecke Artist Drive, die durch in allen Farben leuchtendes Sedimentgestein führt. Mehr Hitze wollten wir dem Bus und uns auch nicht zumuten, zum Glück funktioniert die Klimaanlage im Bus. In einem Nest Olancha bekamen wir dann noch einen Platz auf dem Campingplatz gefunden.