23.07. weiter ging es zum Sequoia NP, 400 km Fahrt lagen vor uns. Wir suchten die kürzeste Strecke heraus, die allerdings in gefühlten 1000 Serpentinen über einen Paß führte, dies war schon etwas nervig. Gegen Mittag kamen wir am Südeingang an, wo wir bereits die Ankündigung sahen, daß es nur noch auf dem von hier am weitest entfernten Campingplatz freie Plätze gibt. Das hätte bedeutet, weitere 2 1/2 Stunden Serpentinen fahren, nachdem wir schon ewig unterwegs waren. Wir wollten uns erst einmal in der Besucherinfo über die Wanderwege im NP schlau machen, dort sagte man uns jedoch, daß wir schnellstens weiterfahren sollten, da die Straße für 1 Stunde gesperrt würde. Also nichts wie los. Hinter der Baustelle beschlossen wir, daß wir uns erst einmal um die Übernachtung kümmern sollten und fuhren den angeblich vollen Campground Logepole an. Dort stand das Schild "full" !!! Na toll, ich also zum Schalterhäuschen, um zu fragen, ob sie nicht doch ein Plätzchen für den kleinen Bus hätten... siehe da, sie hatten noch Platz, wir bekamen einen wunderbaren schattigen Stellplatz direkt am Fluß, was will man mehr. Toilette und Dusche waren zwar etwas weiter weg, aber für € 20,- nimmt man das gerne in Kauf. Da wir auch noch Zeit hatten, fuhren wir wieder zurück und sahen uns die Riesenmammutbäume, Sequoias genannt, an. Ich dachte schon, wir hätten eine richtig mächtige Buche vor dem Haus stehen, doch dies hier ist eine andere Liga. Inmitten der Riesenbäume kommt man sich vor wie ein Zwerg. Wir gingen zum General Sherman Tree, der größte aller Mammutbäume mit einem Bodendurchmesser von 11,1 m und deiner Höhe von 83,8 m, das Alter schätzt man auf ca. 2500 Jahre. Mit dem Bus fuhr Jürgen durch den Tunnel Log, einem umgestürzten Baum. Es ist unbeschreiblich !!

Abends wollten wir noch eine Kleinigkeit Essen gehen, dort gab es jedoch wieder nur Burger und Pommes, also haben wir den Kochlöffel selber geschwungen - und - es gab mal wieder Nudeln mit Thunfischtomatensoße. Dank der Höhe von 2000 m kühlte es sich abends gut ab und wir nahmen sogar wieder den Schlafsack für die Nacht. 

24.07. am Morgen war Duschen angesagt, ca. 800 m entfernt, 3 Minuten Duschen für $ 1,-, anschließend Frühstück. Somit frisch und gestärkt fuhren wir erst einmal zum Kings Canyon, der an den Sequoia NP direkt angrenzt. Dort bestaunten wir bei einer kleinen Wanderung wieder einmal die Mammutbäume, u.a. den General Grant Tree, die Nr. 3 unter den Riesenbäumen. Weiter ging es in Richtung 

Yosemite NP, der zur Zeit wegen des Riesenwaldbrandes teilweise geschlossen ist. Dies wurde uns ebenfalls in der Touristeninfo bestätigt, so daß wir unseren Besuch dort ad acta gelegt haben. Sehr schade, aber in eine Riesendunstwolke, in der man fast nichts sieht, wollten wir uns dann doch nicht begeben. Der Weg  nach Groveland zum Campingplatz zog sich dann noch hin, da ein Teilabschnitt wegen Bauarbeiten gesperrt war und wir einen recht großen Bogen durch supertrockene, langweilige Landschaft fahren mußten. Auf dem Campingplatz konnten wir zum Glück die 2. gebuchte Nacht kostenfrei stornieren, denn wir wollten am nächsten Tag dann nach San Francisco fahren. 

Jetzt ging die Suche nach einer günstigen Unterkunft bzw. Campingplatz in San Francisco und Umgebung los. Wir recherchierten im Internet, jedoch mußten wir feststellen, daß SF ein teures Pflaster ist. Ein schlechter Campingplatz kostet bis zu € 100,- (trotzdem war dort alles soweit ausgebucht), eine Übernachtung in der Umgebung im Motel haben wir dann für € 165,- inkl. typisches Frühstück bekommen. 

Abends waren wir noch im ältesten Pub Kaliforniens essen, dem Iron Door Saloon. Dort war es recht urig und was gab es, seht es selbst, Foto unten...

25.07. auf nach San Francisco... um 14.30 Uhr erst einmal im Motel in Pilone bei SF eingecheckt und die 2. Nacht hier ebenfalls gebucht, bevor wir noch mehr zahlen müssen. Wir fuhren dann noch nach Sausalito hinüber, einer Stadt direkt an der Bucht von SF, eine beliebte und sehr teuere Gegend, in der wohl viele Stars leben. Ein sehr nettes Örtchen, daß man sich schon anschauen muß, wenn man in SF ist. In erster Linie jedoch sind wir dorthin gefahren, weil man von dort den besten Blick auf die Golden Gate Bridge hat, sowohl von unten als auch von oben. Und... wir sahen sie tatsächlich, nur ein wenig im Nebel. Hierzu muß gesagt werden, daß man die Brücke eigentlich zu der Jahreszeit entweder garnicht oder teilweise in Nebel verhüllt sieht. So hatten wir ein Riesenglück, obwohl dort ein starker Wind blies und wir die mittlerweile ungewohnten 17 Grad als ganz schön kühl empfanden. Das Wahrzeichen von SF ist eine sehr imposante Hängebrücke. 

Wir bummelten noch ein wenig durch Sausalito und fuhren staufrei zurück. Am Abend gingen wir zu Sizzler, einem günstigen Steakhaus, das endlich auch einmal eine Salatbar hat, an der man sich satt essen kann.

26.07. die nette Dame an der Rezeption hat uns die Zugverbindung nach SF Downtown herausgesucht, wir mußten mit dem Auto 15 Minuten zum Bahnhof  fahren, von dort ging es zum Zentrum, alles recht problemlos. Rein in die Touristeninfo, wo uns das Mädel sagte, daß die Sehenswürdigkeiten doch recht weit auseinanderliegen und es in SF bergauf- und bergab geht und wir lieber den Bus nehmen sollten. Dazusagen muß man, daß es ist nicht nur leicht hügelig ist , die Steigungen haben bis zu 32% Gefälle, dort kann man seine Kondition testen. Wir beschlossen, es geht auch ohne öffentliche Verkehrsmittel, denn wir sind noch gut zu Fuß. Von der Powell Street gingen wir zum Union Square, dann weiter nach Chinatown, wo man sich wirklich wie in China vorkommt. Alles fest in chinesischer Hand, Geschäfte, Restaurants; es gibt natürlich die Pekingenten, die im Schaufenster hängen, irgenwelche getrockneten Wundermittelchen, die ekelig stinken, aber sicherlich helfen. Wir waren dann auch chinesisch essen, eine leckere Alternative zu allem anderen Fast Food. Weiter ging es durch das italienische Viertel zur Bay of SF. Dort liefen wir von der Pfeil-und-Bogen-Skulptur im Rincon Park die Promenade an allen Piers entlang, schauten uns im Ferry Building den Ökomarkt an, bis wir nach einiger Zeit am bekannten Pier 39 ankamen. Dort herrscht ein reges Treiben, ein Riesenrummel für die Touristen. Interessant ist von hier der Blick auf Alcatraz und die Golden Gate Bridge, die wir heute nur schemenhaft im Nebel sahen. Eine weitere Attraktion ist auf jeden Fall die Seelöwenkolonie, die sich auf den Anlegestellen breit macht. Es ist schön, das wilde Treiben zu beobachten. 

Von der Fisherman's Warf wollten wir eigentlich mit dem Cable Car in Richtung Bahnhof zurückfahren, ein Erlebnis, daß man sich nicht entgehen lassen sollte. Jedoch sahen wir die Schlange, wir hätten schätzungsweise 1 Stunde auf das Vergnügen warten müssen. Das war uns dann doch zu aufwendig und somit sind wir dann wieder weitermarschiert. Eine Pause haben wir im italienischen Viertel eingelegt, um dort einen Cappuccino zu trinken. Zurück ging es dann mit der Bahn. 

27.07. morgens fuhren wir erst noch einmal zum Aussichtspunkt in Sausalito, um zu schauen, ob die Golden Gate Bridge frei ist. Es war alles nebelverhangen, so daß es sich nicht lohnte - bei 15 Grad - auszusteigen, geschweige denn ein Foto zu machen. So fuhren wir über die Brücke, um zur bekannten Lombard Street zu fahren. Dies ist die kurvenreichste der Welt, in Serpentinen geht es eine Straße hinunter, die 27% Gefälle hat, dieses aber durch die Kurven entschärft wurde.  Es hieß erst einmal, sich in einer Autoschlange einzureihen, denn jeder Touri mit Auto möchte einmal diese Straße hinunterfahren. Ist spektakulär! Etwas mulmig wird es einem schon, auch als wir die "nicht entschärfte" Filbert Street mit einem Gefälle von 31,5% hinunterfuhren. Wir wollten erst noch zu den Twin Peaks (ein weiterer Hügel mit schöner Aussicht auf SF, jedoch fiel dies wegen Nebels aus). So quälten wir uns durch den dichten Stadtverkehr, der auf der Autobahn weiterging. Freitag Mittag und wir wollten mit allen Anderen in Richtung Küste fahren, heißt nach Monterey. Am Tag zuvor hatten wir versucht, einen Campingplatz zu reservieren, landeten aber wieder nur in der Endloswarteschleife am Telefon. Also fuhren wir auf  Gut Glück in den Ort. Den Platz, den wir uns ausgesucht hatten, war natürlich rappelsvoll. Also weiter zum nächsten. Auf dem Weg dorthin fragten wir noch im sonst recht günstigen Motel 6 nach einem Zimmer. Sie riefen einen Preis von € 260,- pro Nacht auf, für ein sehr einfaches Hotel !!! Entweder gab es noch Zimmer zu diesem Preis oder aber es war alles ausgebucht. Tja, was nun? Der andere Campingplatz war ein besserer Parkplatz für € 90,-/Nacht. Unverschämt, aber wir hätten ihn genommen. Der Herr von der Rezeption wollte uns zeigen, wo die Toilette ist und sah unseren kleinen Bus, woraufhin er meinte, er könnte uns für dieses Mobil nichts abknöpfen. Er bot uns an, auf einem der normalen Parkplätze zu stehen und wir bekamen einen Schlüssel für das Badezimmer, perfekt !! Somit kostete die Übernachtung .... € 0,00!!! Man muß schon einmal Glück haben. Wir fuhren dann noch nach Monterey hinein und spazierten durch den Ort. Das Örtchen war ganz nett, aber rechtfertigt nicht die hohen Preise. 

28.07. in Monterey leisteten wir uns ein gutes Frühstück im "Black Bear" und fuhren gestärkt die Westküste Kalifornien, die Route Nr. 1 weiter hinunter. Erst ging es über den so genannten 17 Mile Drive, eine Privatstraße, für die wir $10,25 zahlten. Obwohl es nebelig war, war der Trip an der Küste entlang sehr interessant. Man konnte an einigen Punkten anhalten, um sich z.B. die Seehunde anzuschauen, eine 250 Jahre alte Zypresse zu bestaunen. Viele Supervillen reihten sich aneinander, jedoch waren die meisten hinter Mauern versteckt. 3 18Loch-Golfplätze sind dort in einer Toplage zu bewundern. Alles in allem, waren die € 10,25 gut angelegt. Unser nächstes Ziel war Carmel, ein Künstlerstädtchen, das wohl sehr beliebt ist, denn wir bekamen dort keinen Parkplatz, nach 20 Minuten Suche gaben wir es auf und fuhren weiter. Schade, aber es sollte wohl so sein. Weiter ging es entlang einer spektakulären Steilküste, immer wieder gab es tolle Ausblicke. In Big Sur bogen wir in Richtung Pfeiffer Beach ab. Es ging 3 km hinunter zu einem Strand, für den man erst einmal $ 10 Parkgebühr zahlen mußte, doch das hat sich gelohnt und wir blieben dort eine Stunde zur Mittagspause. Der Strand war eingerahmt von Felsen, inkl. einer Felsenbrücke. Jedoch luden die Temperaturen nicht zum Sonnen ein. Zum Schluß sahen wir noch die dicken Seeelefanten an einem anderen Strand liegen. Am Nachmittag steuerten wir einen Campingplatz in San Simeon an, den wir auch wieder - ohne Erfolg - telefonisch am Vortag reservieren wollten. Als wir dort ankamen, hieß es nur ausgebucht und der Ranger meinte, in der Umgebung wäre entweder alles ausgebucht oder die Preise wären exorbitant, aber wir sollten es doch in Paso Robles versuchen, das etwas weiter von der Küste entfernt ist. Also sind wir dann noch die 40 Kilometer gefahren. Die Temperaturen stiegen von 16 Grad an der Küste auf 36 Grad im Landesinneren. Ich hatte einen Campingplatz dort aus dem Internet herausgesucht, doch auch der war voll. Jürgen tankte dann erst einmal, in der Zwischenzeit fragte ich die Tankstellenangestellte nach einem "günstigen" Motel, woraufhin sie meinte, gibt es nicht, da an diesem Wochenende ein Weinevent dort stattfand. Aber wir könnten uns auch gerne  irgendwo ein Plätzchen auf dem Tankstellengelände suchen, das würde nichts kosten und die Toiletten sind auch 24h zugänglich. Also nahmen wir das Angebot an und stellten uns auf einen Parkplatz gegenüber von einigen Trucks. Ein Restaurant gab es auch, in dem wir für jeden einen 1 Pfund-Fleisch-Burger bestellen wollten, als die Bedienung sagte, das wäre zuviel, wir sollten ihn doch teilen. Das war auch gut so. Der Burger war lecker und reichhaltig. So hatten wir zu Zweit einen Burger für € 15,-. Zum Glück kühlte sich es dann nachts noch ab. Dank der Oropax hörten wir auch nicht mehr die laufenden Klimaanlagen der Trucks, die recht laut waren. 

29.07. morgens gab es noch ein kräftiges Trucker-Frühstück, das bis zum späten Nachmittag vorgehalten hat. Weiter ging es wieder zurück Richtung Küste, zum Morro Bay. Dort angekommen suchten wir den alles überragenden Felsen im Wasser, der wegen des dichten Nebels leider nicht zu sehen war, die Temperatur von 14 Grad lud auch nicht gerade zum Spazierengehen ein. So suchten wir gleich das Weite und fuhren weiter nach Santa Barbara, mit dem ersten Zwischenstop in Los Olivos, ein kleiner, niedlicher Ort im Weinanbaugebiet, der sich auf Weinproben konzentriert. Leider waren wir um 11 Uhr morgens da und das war dann doch entschieden zu früh, um sich am kalifornischen Wein zu laben, also weiter nach Dänemark !!!, ja, Ihr habt richtig gelesen, Solvang ist ein Ort in Kalifornien, ehemals von dänischen Einwanderern gegründet. Häuser im dänischen Stil, Windmühlen und Bäckereien, Restaurants, die dänischen Spezialitäten anbieten. Sehr touristisch, aber nett,  um dort herumzuschlendern und einen Kaffee zu trinken. Am Nachmittag kamen wir in Santa Barbara an, wo wir einen Campingplatz vorab gebucht und auch bekommen haben. $ 60,- für einen Schotterparkplatz direkt an der Autobahn, aber dafür gab es auch noch warme Duschen. Man darf nicht zu wählerisch sein und nehmen, was noch frei ist. Jürgen sah sich das Profil der Reifen an und entdeckte vorne rechts.... eine Schraube, die im Reifen steckte. Na super, rausgezogen und pffff ... entwich die Luft. So konnten wir nicht weiterfahren, also wurde der Reifen gewechselt, obwohl der Bus in 1000 km sowieso neue Reifen bekommt. Danach sind wir noch in den Ort selber gefahren. Santa Barbara ist wunderschön, eine Stadt in Kalifornien, die Häuser im spanisch-mexikanischem Stil.  Wir haben dort die Franziskaner-Mission besichtigt, die auf einem Hügel erbaut wurde, weiter ging es durch die Straßen, wo wir die weiß-getünchten Häuser bestaunten. Geschlafen haben wir dank Oropax wieder gut. 

30.01. heute geht es vom recht beschaulichen Santa Barbara in das trubelige Los Angeles, das uns mit einer wohl typischen auf 5 Spuren verstopften Autobahn empfängt. Nun ja, kein Wunder, mit alles in allem gerechneten knapp 17,8 Mio Einwohnern kann es keine freie Autobahn geben. Zunächst fuhren wir zum Beverly Hills Car Club, ein Autohändler, der über absolute Rostlauben zum Selberrestaurieren bis einigermaßen akzeptablen Autos wie z.B. Porsche, Mercedes, Jaguar alles verkauft, was der Markt hergibt. Dort haben wir nichts Interessantes gesehen, so ging es dann nach einer Runde durch die Hallen weiter im Getümmel. Wir hatten noch ein relativ teures Motel in Santa Monica ergattert. Für einen kleinen Raum ohne Schränke oder andere Ablagemöglichkeiten und Gemeinschaftsbad (Ocean Park Hotel) zahlten wir locker $ 160,- pro Nacht. Zumindest war es neu renoviert und sauber. Wir schauten uns an dem Tag noch Santa Monica an, ein riesig breiter und langer Strand, ein Pier, auf dem e s u.a. eine Achterbahn gibt und die Fußgängerzone ist auch ganz nett. An der Uferpromenade sah man einige muskelbepackte Möchegern-Schwarzeneggers, die an den dort aufgehangenen Ringen oder auch am Reck/Barren ihre Muskeln stählten. Ok, sie waren schon gut durchtrainiert. Am Abend gingen wir zu einem Italiener, der ein leckeres Essen servierte - auch nicht ganz billig. 

 

31.07. am späteren Morgen (wir wollten nicht in die Morgen-Rush hour geraten) fuhren wir nach LA, wo wir uns vor dem Chinese Theatre mit Daniela, Andi und deren Kindern trafen, Freunde aus Berlin, die hier auch gerade zur selben Zeit Urlaub machen. Am Theatre und auf dem Hollywood Boulevard sind die Hand-und Fußabdrücke berühmter Schauspieler verewigt. Auf dem davor herlaufenden Bürgersteig, der sogenannte "Walk of Fame" sieht man die Sterne, in denen die Namen vieler Hollywood-Größen und auch berühmte Sänger zu sehen sind. Den Walk habe ich mir breiter und eindrucksvoller vorgestellt. Wir sind dann getrennt weitergelaufen und haben uns zum Abendessen bei uns in Santa Monica verabredet. Wir haben dann noch den Stern von Tina Turner gesucht, haben den bekannten "Hollywood"-Schriftzug am Berg fotografiert und sind dann durch das Prominentenviertel Beverly Hills und Bel Air zur teuersten Einkaufsstraße, dem Rodeo Drive gefahren. Die Villen, sofern man sie hinter Mauern und hohen Hecken sehen konnte, waren schon beachtlich - nicht unsere Preisklasse. Am Rodeo Drive gab es die üblichen Nobelläden, die man am Kudamm oder der Kö auch sieht. Haben dort nicht eingekauft !!! haben uns dort nur einen Kaffee gegönnt. Abends haben wir uns beim Italiener getroffen und hatten viel Spaß. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag zu einer gemeinsamen Fahrradtour.

 

01.08. um 11 Uhr starteten wir unsere Fahrradtour von Santa Monica aus, wir liehen uns die Drahtesel bei einem Holländer, wie soll es anders sein. Los ging es in Richtung Uferpromenade, leider sind wir dann gleich falsch abgebogen und landeten auch schon auf dem Highway. Dort wollten wir dann aber doch nicht weiterfahren, war uns etwas zu gefährlich. Also umgedreht und als Geisterfahrer die Auffahrt wieder zurückgefahren. Danach haben wir dann die richtige Abzweigung erwischt und sind dann immer am Strand entlang zum Venice Beach gefahren. Dort ha wohl früher Arni Schwarzenegger am Strand seine Muskeln gestählt und es hat einen tollen Namen. Davon ist leider nichts mehr übrig geblieben. Entlang der Uferpromenade zelten die Obdachlosen und es macht alles einen schmuddeligen Eindruck. Es wird auch davor gewarnt, sich hier abends herumzutreiben. Nun gut, wir sind dort entlanggeradelt und haben uns alles angeschaut. Wir sind noch bis zum Ende gefahren, dort wurde es wieder besser und wir bestaunten die netten Häuschen, die dort an den Kanälen standen. Zum Mittag gab es leckere Burger und anderes. Frisch gestärkt fuhren wir dann wieder zurück, um die Räder abzugeben. 

Dann noch ein Käffchen und wir Mädels waren noch ein wenig oder auch etwas länger bummeln. Danach wurden wir noch zum Hotel gebracht und wir hatten einen schönen Tag. Wunderbar, mal wieder bekannte Gesichter zu sehen.

02.08. wir verlassen LA, Fazit: muß man nicht unbedingt gesehen haben. Wir fuhren wieder am späteren Morgen ab, um uns dann trotzdem durch den dicken Verkehr zu quälen, zumindest mußten wir nicht halten, es ging allerdings nur langsam voran. Nachdem wir aus dem Einzugsbereich LA heraus war, wurde es etwas ruhiger und wir fuhren meilenweit an schönen Stränden vorbei, über Long Beach, Huntington Beach ging es zum Nobelort Laguna Beach, eine sehr schöne Strecke. Mittags waren wir bei dem Reifenhändler, der für uns bereits die neuen Reifen für den Bus bestellt hatte. Nach 1 1/2 Stunden war alles erledigt und wir fuhren weiter nach San Juan Capistrano, auch ein sehr netter Ort, in dem wir uns die Mission angeschaut haben. Im Jahr 1775 wurden 2 Franziskanerbrüder von Spanien hier hergeschickt, um die Indianer zu christianisieren und sie in verschiedenen Handwerken auszubilden. Die Mission wurde nach einigen Unbillen wieder hergerichtet und ist ein richtiges Schmuckstück. Nachmittags fuhren wir zu Kim und Stefan, die hier im Ort wohnen und bei denen wir 2 Nächte verbringen. Abends waren wir noch beim Japaner essen.

03.08. heute fuhr Jürgen erst einmal mit dem Bus zum Ölwechsel nach San Juan Capistrano. Ich habe in der Zeit den Blog weitergeschrieben. Nach 2 Stunden kam er wieder, es hat alles geklappt. Danach fuhren wir zu Stefans Werkstatt, wo er uns geholfen hat, die defekte Rückbank zu reparieren. Jetzt funktioniert alles wieder wunderbar. Wir besorgten noch Baguette in einer französischen Bäckerei und aßen dann auch gleich ein leckeres Mandelcroissant zum Mittagessen. Da wir schon im Zentrum waren, schauten wir uns noch die Basilika an. Anschließend fuhren wir zu Kim und Stefan nach Hause, wo ich dann  noch den Bus von innen sauber gemacht habe. Irgendwie ist der Bus jeden 2. Tag zugestaubt. Stefan machte mit uns noch eine Ausfahrt mit seinem Tesla, ein witziges Gefühl, mit einem Auto ohne Motorgeräusche mitzufahren. Er zeigte uns noch die benachbarten Strandbäder, wirklich ein nettes Fleckchen Erde dort, wo sie wohnen. Abends haben wir bei einem Barbecue auch noch die Nachbarn kennengelernt, u.a. ein deutsches Paar, das schon ewig dort wohnt und eine ganz besondere Frau, die im Jahre 1960 mit der gesamten Familie (Eltern mit 8 Kindern) 2 Jahre im Bus auf eine Weltreise gegangen ist. Ein sehr netter Abend. 

04.08. nach einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück verabschiedeten wir uns dann mittags, mit einem Lunchpaket im Gepäck. Wir stellten uns im kilomterlangen Stau nach San Diego an. Es ging wirklich nur sehr langsam voran. Wir sahen uns die La Jolla Cove an, eine Bucht, die vor allen Dingen für ihre Seehunde bekannt ist. Nachmittags kamen wir an unserem vorgebuchten Campingplatz in Chula Vista (bei San Diego) an, um dort von einer sehr unfreundlichen Dame an der Rezeption zu erfahren, daß wir mit diesem Bus keinen Platz bei ihnen bekämen, da wir kein Wohnmobil hätten (das Wasser-und Stromanschluß benötigt), sondern nur einen normalen Bus. Jedenfalls ging die Diskussion hin und her, dann hat sie uns gnädigerweise für 1 Nacht aufgenommen - für wohlgemerkt $ 100/Nacht, der teuerste Platz, den wir je hatten. Anscheinend waren wir für diesen Platz nicht gut genug. Wir bekamen von ihr die Adresse eines weiteren Campingplatzes in der Nähe, zu dem wir dann noch hinfuhren, um für die nächste Nacht zu reservieren. 

Also das war dann noch das I-Tüpfelchen in Kalifornien. Wir sahen uns dann später noch die Marina vor Ort an, aßen das Grillfleisch vom Vortag und die Welt war für uns wieder einigermaßen in Ordnung. Obwohl, wohl gefühlt haben wir uns dort nicht. 

 

05.08. morgens haben wir die notwendigen Papiere zusammengesucht, um zum Versicherungsbüro vor der mexikanischen Grenze zu fahren. Dort haben wir eine Vollkaskoversicherung für ein Jahr abgeschlossen, dies war die günstigste Variante für uns. Das funktionierte schon einmal reibungslos. Hoffen wir, daß der Grenzübertritt morgen ebenfalls so glatt verläuft. Nach dem Pflichtprogramm sahen wir uns noch ein wenig San Diego an. Zunächst fuhren wir zum noblen Stadtteil Coronado, von dort fuhren wir über die gleichnamige 3407m lange Brücke (weltweit zweitgrößte Brückenkonstruktion) zur Hafenpromenade, wo die USS Midway, ein Flugzeugträger der US Navy liegt. Interessant war es, sich die 3 Etagen des Schiffes anzusehen, u.a. wurde von einem ehemaligen Piloten vor Ort erklärt, wie die Flugzeuge auf der kurzen Landebahn landen. Weiter ging es zur Old Town, die komplett zugeparkt war, wir fanden zum Glück noch einen Parkplatz in der näheren Umgebung. Dieser Stadtteil könnte ebenfalls in Mexiko sein und ist total touristisch, also nicht so empfehlenswert. Da wir auch noch einige Dinge einkaufen mußten, fuhren wir in Richtung Walmart und zu unserem Koa-Campingplatz. Dort gab es Internet und somit konnten wir auch schon einen Campingplatz für die Baja California heraussuchen. Mal sehen, was wir morgen an der Grenze erleben..  weitere Berichte unter "Mexiko"