30.09. das Motto der Insel heißt "Go Slow", also keine Hektik und Eile, dies durften wir die nächsten Tage hier erleben. Hier wird Englisch gesprochen und die Leute sind eher dunkelhäutig, eine komplett andere Welt, 4 Bootsstunden von Mexiko entfernt. Die Rasta-Männer fahren hier ganz gemütlich mit dem Rad durch die Gegend oder liegen in der Hängematte, der Dorfsheriff (etwas beleibter wie viele hier) radelte auch gemütlich durch die Gegend. Die Insel ist schnell erkundet, ist ja nicht groß. Erst ging es zum Frühstücken, dann schauten wir uns um. Strände gibt es hier nicht, aber man könnte sonst überall ins türkisfarbene Wasser gehen, wenn nicht überall das stinkende Seegras herumschwimmen würde. Das war dann zwar nicht so toll, aber wir hatten auch nicht den schneeweißen Strand erwartet. U.a. buchten wir eine ganztägige Schnorcheltour bei Caveman, die im Internet jede Menge gute Bewertungen bekommen haben und auch so einen guten Eindruck machten. Das Büro eines anderen Touranbieters  "Stressless" fanden wir beim ersten Mal verwaist vor, beim zweiten Mal war die Tür zu, weil es regnete, dann öffnete aber irgendwann ein Typ, der uns recht verschlafen die Tour erklärte, wenn die Tour genauso ist wie das Büro, na dann... Wir gingen dann noch zum sogenannten Split, wo sich die meisten Leute tummeln, hier gibt es eine Bar und man kann sich dort für ein Sonnenbad hinsetzten. Ganz nett gemacht, Altersdurchschnitt liegt so bei 30, also fast unser Alter !!!

 

01.10. mittlerweile kennt man schon, wenn man durch die Hauptstraße geht, die meisten Gesichter, ist wie in einem Dorf. Wir gingen zur Schnorchelbude, wo wir Flossen und Masken bekamen. Unsere Mitreisenden waren auch schon da, aus Neusseland, Australien, UK u, nd Schottland. Das Paar aus UK ist auch auf der Panamericana unterwegs, nur reisen sie von Süd nach Nord. Sie reisen insgesamt schon seit 5 Jahren (nicht nur auf der Panamericana). Unsere Tourguides waren 2 nette Typen, die uns alles recht unterhaltsam erklärten, somit schnorchelten sie auch mit uns mit, um uns auf Fische und Korallen aufmerksam zu machen. Nur bei dem Haispot blieben sie an Bord!? Aber die Ammenhaie sind wohl auch nicht soooo gefährlich. Außer den Haien sahen wir Stachelrochen, Tarponfische, Schildkröten, eine grüne Moräne, eine Seegurke, jede Menge anderer bunter Fische, ein mit Korallen bewachsenes Schiffswrack. Das Riff hier, das Belize Barrier Reef ist das zweitgrößte Korallenriff weltweit und es ist toll, sich die vielen verschiedenartigen bunten Korallen (zum Glück sind noch größere Teile intakt) anzuschauen. Zu guter Letzt sahen wir noch ein Pärchen Seekühe, die auf dem Meeresgrund lagen, sich aber für uns dann doch erhoben und sich in der vollen Größe zeigten, sie müssen alle 8 Minuten zum Luftholen an die Wasseroberfläche schwimmen. Die Tour insgesamt war sehr kurzweilig, wir haben mehr gesehen als erwartet, Alex und Ronny waren tolle Guides. Wir gingen noch etwas essen und um 9 Uhr sind wir ermattet eingeschlafen. Tiere gucken ist anstrengend.  

Insel

Schnorcheltour

02.10. GO SLOW - unser Motto für heute. Einfach nur den ganzen Tag abhängen, bevor wir demnächst wieder Programm und Fahrerei haben werden. Zuerst einmal sind wir zu einer besseren Imbissbude, Errolyns House gegangen, wo es guten Kaffee und die für Belize typischen Fry Jacks gibt. Frittierte Teigstücke, die nach Wahl mit Ei, Käse, Schinken oder was man sonst so auswählt gefüllt werden. Etwas fettig, aber lecker und supergünstig. So saßen wir auf den Hockern und frühstückten. Neben uns ein älterer Kanadier, der jetzt "Heiler" auf der Insel ist. Dann trafen wir noch ein jüngeres Pärchen, die mit uns die Schnorcheltour gemacht haben, sie waren am Vorabend schon um 8 Uhr eingeschlafen, tja, die Jugend von heute !! Dann haben doch noch 1 Stunde länger ausgehalten. 

Wir schleppten uns dann die Hauptstraße zum Split hinauf, Mittagessen in irgendeiner Bude, zum Abschluß hatten wir abends noch einmal im Restaurant Hibisca ein superleckeres Fischgericht mit Hummer gegessen. Dann recht früh im Bett gewesen.

 

03.10. heute hieß es früh aufstehen, da unser Boot zurück nach Chetumal um 7 Uhr losging. Also noch frühstücken gegangen und um fast Punkt 7 Uhr ging die Reise los. Bei unserer Ankunft auf San Pedro waren dieses Mal die Zollbeamten schon zur Stelle und es ging alles reibungslos. Um 12 Uhr (Uhr wieder 1 Stunde vorgestellt) waren wir dann wieder in Mexiko, wo unser Bus unbeschadet auf uns wartete. Den Rest des Tages verbrachten wir wieder auf dem schönen Campingplatz Yax-Ha in Calderitas. 

 

04.10. heute haben wir beschlossen, noch einen Tag länger auf dem Campingplatz zu bleiben, weil wir den Bus innen noch einmal grundreinigen wollten. An dem Morgen war es trocken und wir hatten ein großes Dach, wo wir alles unterstellen konnten. Also haben wir den Bus komplett leergeräumt und ausgewaschen. Wäsche gewaschen, als wir mit allem fertig waren, fing es an, zu schütten. Gut, daß wir uns unter das Dach setzen konnten. Bei dem 2. starken Schauer starteten wir eine Probefahrt mit dem Bus, um zu sehen, ob die Windschutzscheibe dicht ist. Ergebnis: alles blieb trocken, hoffen wir, daß es auch so bleibt. Den Rest des Tages vertrödelten wir und zogen Resümee unseres Mexikoaufenthaltes: können wir nur weiterempfehlen, sehr nette, hilfsbereite Menschen, schöne Strände, viel Kultur, tolle Kolonialstädte, tolle Atmosphäre.... deshalb waren wir hier auch 2 Wochen länger als geplant....

 

05.10. um 9.30 Uhr Fahrt zu unserem nächsten Grenzübergang, von Mexiko nach Belize, alles recht unkompliziert, nach ca. 1 Stunde haben wir uns und den Bus durch die Grenze geschleust, unser Müsli wollten sie auch nicht konfiszieren. Die Autoversicherung haben wir dann direkt hinter der Grenze für 1 Woche abgeschlossen. Weiter ging es über Belizes Straßen mit den altbekannten Bodenschwellen nach Orange Walk, wo wir im Lamanai Riverside Resort einen Stellplatz direkt am New River gelegen. Von unserem Stuhl unter dem Strohdach direkt am Fluß konnten wir die Seerosen, bunten Vögel und.... Krokodile beobachten. Das Kroko war ein ganz schöner Oschi, so daß wir gleich verstanden, warum man hier im Wasser nicht unbedingt einen Badetag einlegen sollte. Ab und zu kommen die Krokos auch an Land, also müssen wir aufpassen, wenn wir nachts aus dem Bus steigen, daß wir nicht versehentlich auf ein Kroko treten !!! Wir verbrachten unseren Nachmittag weiter mit Vogelbeobachtung. Schon interessant, wie der sogenannte Jesusvogel über die Seerosenblätter stakst und wieviele bunte Vögel hier unbeschwert leben. 

06.10. Ausflug zu den Maya-Ruinen von Lamanai. Die Ruinen befinden sich am Ufer des New Rivers in einer 48 km langen Inlandlagune. Entweder zu erreichen über eine superschlechte Schlaglochpiste oder einer idyllischen Flußfahrt. Wir haben uns für letzteres entschieden. Wir hatten einen Führer, der Mayas als Vorfahren hatte und uns die Geschichte so sehr lebhaft vermitteln konnte. Zuerst einmal fuhren wir 1 Stunde Boot, während der wir u.a. einige Vögel, ein Babykrokodil, eine Minifledermausfamilie an einem Stamm und einen Leguan gezeigt bekamen, die wir selber nie gesichtet hätten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten wir uns auf den Rundgang durch die Anlage. Durch den Dschungel (mit Brüllaffenlärm im Hintergrund) machten wir uns auf die Suche nach den dem Masken-Tempel, Jaguar-Tempel und einem 33 Meter hohen Tempel, den wir erklommen. Leider fing es an zu schütten, so daß wir schon eine gute Sicht über den Dschungel und Fluß hatten, jedoch nicht, wie bei schönem Wetter, tief nach Mexiko und Guatemala schauen konnten. Auf knapp 400 Hektar standen hier wohl 700 Gebäude, von denen 5 % freigelegt wurden. Für weitere Arbeiten fehlen leider die finanziellen Mittel. Leider regnete es jetzt ohne Ende, auch die Bootfahrt zurück war eine recht feuchte Angelegenheit. Wir wollten ursprünglich heute noch 140 km weiterfahren, beschlossen jedoch, daß wir noch eine Nacht hierbleiben. Auf die Nachricht hin, daß wir eine 2.Nacht bleiben, bekamen wir einen ordentlichen Rum eingeschenkt, mit etwas Cola gemischt...Abends hat es richtig geschüttet, s0 daß wir uns zum Glück in das Restaurant hineinsetzen konnten. Der Bus blieb dicht... und die Krokodile sind auch nicht an Land gespült worden.....

07.10. bei Nieselregen unter dem Strohdach gefrühstückt, leider ließ sich das Krokodil  nicht mehr blicken. Auf ging die Fahrt zum Zoo von Belize. Wir dachten erst, daß der Eintrittspreis von fast € 14,00 pro Person für den kleinen Tierpark ganz schön teuer wäre, aber der Besuch hat sich gelohnt. Der Zoo beherbergt nur einheimische Tierarten. Die Tiere wurden teilweise verletzt aufgefunden und werden nun gesundgepflegt und teilweise wieder ausgewildert. Die Tiere werden in recht großen Gehegen gehalten, die dem Dschungel nachempfunden wurden, somit sind sie in ihrer gewohnten Umgebung. Weiter ging es danach nach San Jose Succotz wo wir uns die Maya-Ruine Xunantunich anschauen wollten. Aber erst einmal wollten wir uns den Campingplatz sichern, also in das Navi Cozy Camping eingegeben. Die nette Dame suchte für die letzten Meter noch eine schöne Abkürzung heraus, die uns auf einen üblen Feldweg führte, der letzendlich in eine vom Regen aufgeweichte Schlammpiste endete. Jürgen bog also auf den Schlammweg ab, der leicht bergauf ging, um auch für etwaige zukünftige Schlammpisten auszutesten, wie sich der Bus verhält. Jedoch gruben sich die Reifen in den Schlamm, so daß wir es vorzogen, wieder rückwärts zurückzufahren. Vor uns tauchte ein  Auto auf, in dem zufälligerweise Bill saß, der Ami, dessen Campingplatz wir suchten. Er zeigte uns dann den Weg, den wir eigentlich hätten fahren müssen. Nun ja, jetzt waren wir schlauer, nicht immer führt die kürzere Route schneller zum Ziel !! Wir parkten auf dem Rasen und konnten die Küche und das Bad der angrenzenden Hütte nutzen, da wir mal wieder die Einzigen waren. Den Plan, die Ruinen zu besuchen, konnten wir auch begraben, denn Bill sagte uns, daß die Fähre, die wir über den Fluß nehmen mußten, auf Grund des hohen Wasserstandes nicht fährt. Also hieß es Kaffee trinken und Reiseberichte im Internet lesen. Abends gingen wir in den kleinen Ort zum Essen, anschließend kehrten wir bei Bill ein, um noch ein Bier und einen Rum zusammen zu trinken. Er kommt ursprünglich aus Fresno/Kalifornien und ist mit seiner Frau (ist gerade in den USA) vor fast 3 Jahren nach Belize gezogen. Wir unterhielten uns angeregt und es wurde doch tatsächlich 23.30 Uhr, als wir in den Bus kletterten. 

08.10. da wir die Ruinen wie gesagt nicht besuchen konnten, sind wir die 10 km in Richtung San Ignacio noch einmal zurückgefahren, um uns die Ruinen Cahal Pech anzusehen. Recht interessant. Weiter ging es dann zur Grenze nach Guatemala. Wir waren gespannt, was uns erwartet. Empfangen wurden wir gleich von den Geldwechslern, die natürlich zu einem nicht ganz so tollen Kurs Belize Dollars und Mexikanische Pesos in guatemaltekische Quetzals tauschten. Aber wir wollten die Restbestände loswerden und brauchten wir diverse Aktionen an der Grenze Quetzals. Nach einigem Hin und Her hatten wir die jetzt angesagte Währung in der Hosentasche. Wir brauchten einen Ausreisestempel für uns und den Bus in Belize, ging alles reibungslos. Wir fuhren dann weiter zur guatemaltekischen Grenze, um die Einreise zu organisieren. Wir bekamen ohne Murren den Einreisestempel, für den Bus benötigten wir Kopien des Führerscheines, der Fahrzeugpapiere und des Paßes inkl. Einreisestempel. Der Zoll hat zwar einen Kopierer, aber das wäre zu einfach. Wir wurden zu einer Stelle 3 Häuser hinter der Grenze geschickt, wo wir dann die Kopien bekamen. Hiermit gingen wir dann wieder zum Zoll. Dort mußte der Mitarbeiter nun die Angaben der Kopien in sein Formular übertragen, tja und das dauerte... erst einmal funktionierte das EDV-System nicht und dann der Typ am Schalter. Irgendwann ging der Computer wieder und es wurde getippt und gedruckt. Wir schauten genauer hin und entdeckten, daß Jürgen in Juurgen umgetauft wurde, also korrigieren. In der Zwischenzeit stieg das System wieder aus. Dann 2. Versuch, gedruckt und... jetzt waren die Paßnr. falsch übernommen worden, also 3.Versuch. Zur Hilfe kam dann noch ein 2.Kollege und das Mittagessen rollte an, denn die Mittagspause stand bevor. Wir ahnten Böses, jedoch wurde der Vorgang dann doch noch vor der wohlverdienten Pause beendet. Wir bekamen einen Aufkleber für die Windschutzscheibe und wir waren in Guatemala. Jetzt hieß es noch, eine Autoversicherung abzuschließen. Wir waren der Meinung, dies könnten wir direkt, wie in anderen Ländern auch, direkt an der Grenze erledigen. Weit gefehlt ! Wir fuhren dann erst einmal 60 km nach El Remate, wo wir den Bus auf dem hinteren Parkplatz eines Hotels für die Nacht abstellen konnten - direkt am See gelegen, sehr nette (El Muelle). Zum Glück war an der Rezeption eine Mitarbeiterin, die Englisch sprach und uns dabei half, die Adresse für die Versicherung herauszufinden. Sie beschrieb uns den Weg dort hin und nach 1/2 Stunde Fahrt fanden wir das Büro in Santa Elena, dort schlossen wir eine Versicherung ab, die für diverse Länder, die wir jetzt bereisen werden, gilt. Dies ging auch wieder recht reibungslos. Der Tag war allerdings so gut wie gelaufen. Wir sprangen noch zur Abkühlung in den See.