25.04. nach dem Frühstück sind wir recht früh zur Grenze gefahren, die eigentlich nicht existent ist. Man kann ungehindert von Paraguay nach Brasilien und umgekehrt die Grenze überqueren. Dies erklärt natürlich auch die Tatsache, daß hier der Drogenschmuggel im großen Stil betrieben wird. Kein Wunder, wenn nirgendwo kontrolliert wird. Wir mußten uns jedoch den Ausreisestempel besorgen und unser TIP (Papier für die temporäre Einfuhr) für das Auto beim Zoll wieder abgeben. Diese beiden Gebäude waren recht nahe beieinander. Danach mußten wir auf der brasilianischen Seite in Ponta Pora zum Flughafen, wo unser Paß gestempelt wurde. Von dort ging es wieder zurück zum Zoll, wo ich zusammen mit den beiden Beamten das Formular im Computer ausgefüllt habe. Mangels portugiesischer Sprachkenntnisse meinerseits ging das Ganze irgendwie auf Englisch und Spanisch. Das hat eine Weile gedauert, doch trotz der Fahrerei zwischen den einzelnen Behörden und dem Erstellen des Formulars waren wir doch recht schnell fertig. Jetzt konnten wir nach Jardim zum Campingplatz Seu Assis fahren, den uns 2 Deutsche auf dem Hasta la Pasta empfohlen haben. Der Platz war recht nett angelegt, als wir dort ankamen, stand bereits ein Wohnmobil aus Potsdam dort. Die Beiden sind seit 2 Jahren unterwegs und werden wohl im August nach Deutschland zurückkehren. So hatten wir wieder einiges zu erzählen. Gegen Nachmittag wurde die Tierwelt aktiv. Die Äffchen turnten durch die Bäume, die Hokkos, sehr zutrauliche Vögel, die sich auch nicht scheuten, uns aus nächster Nähe zu betrachten, kamen bis zu unserem Sitzplatz. Sie waren recht nett anzuschauen, bunt/schwarz mit einem Kamm und Löckchen auf dem Kopf. Zu guter Letzt sorgten noch 2 rote Aras für Unterhaltung. Sie saßen im Baum und knackten dort die Nüsse. Ein tolles Schauspiel. Wir gingen 300 Meter durch den Wald zur Badestelle im Rio da Prata, in dem Unmengen von Fischen herumschwammen. Auch dort tummelten sich die Affen in den Baumwipfeln. Abend brieten wir unser Rindfleisch aus Paraguay, doch mangels richtiger Pfanne ist das ganze nicht so toll geworden, aber es machte satt. Dazu ein guter Rotwein Fin del Mundo.

26.04. morgens nach einem letzten Schwätzchen mit den Potsdamern fuhren wir nach Bonito, wo wir den nächsten Campingplatz anfuhren. Dort standen bereits ein paar Franzosen (Familie mit 2 Kindern) und ein Chilene mit einer Spanierin, das besondere an denen war, daß deren alte Karre mit Frittenfett fährt. So klappern sie die Restaurants ab, um sich dort mit dem Fett einzudecken - auch eine günstige Variante, klappt wohl mit unserem modernen Mobil nicht. Gegen späten Nachmittag gingen wir die 2 Kilometer in den Ort, um ein paar Brötchen zu kaufen (sind hier genauso pappig wie überall) und dann im Restaurant Juanita Fisch zu essen. Wirklich superlecker, zum Schluß noch ein Caipi, das muß hier in Brasilien schon sein. 

 

27.04. morgens konnten wir erst einmal wieder rote Aras bewundern, die hier morgens gefüttert werden. 6 Aras kamen zum Frühstück, ein Tucan war leider etwas scheuer und hockte im Baum. Nach diesem Intermezzo hieß es erst einmal Geld abheben, dies funktionierte auch erst im 3. Versuch, alles nicht so einfach. Die Reise ging heute zum Refugio Canaa, 1 Stunde von Bonito entfernt. Die letzten 30 Kilometer gingen über eine "unbefestigte Straße", heißt, es wurde recht holprig. Zu guter Letzt mußten wir noch einen Fluß durchfahren (zum Glück war der Wasserstand niedrig) und über diverse altersschwachen Holzbrücken fahren, bei denen auch schon einmal ein paar Planken locker waren und gänzlich fehlten. Ist aber alles gut gegangen. Das Refugio ist eine wirklich tolle Anlage mit Bungalows, einer großen Wiese, wo wir den Bus abstellen konnten. Der Höhepunkt des Ganzen war, daß wir rote, blau-gelbe und so genannte Hyazinth-Aras (dunkelblau mit gelbem Fleck) sahen, die dort wild leben. Sie flogen die ganze Zeit von einem Baum zum nächsten, wo sie fraßen und ein Riesengeschrei veranstalteten. Es war toll, den ingesamt 14 Papageien bei ihrem Treiben zuzuschauen. Man fühlte sich wie in einem Vogelpark, als dann auch noch die Pfauen auftauchten, u.a. ganz weiße, habe ich vorher noch nie gesehen. Auf den Weiden standen ein paar Pferde und Nandus in trauter Gemeinschaft. Wir gingen zum Fluß hinunter, wo man im kristallklaren Wasser die Fische beobachten konnte. Natur pur !! Abends kochten wir mal wieder Nudeln und tranken dazu ein nicht sehr wohlschmeckendes brasilianisches Bier.

28.04. unser Frühstück wollten wir im Schatten unter einer Palme essen, wo ebenfalls 2 blau-gelbe Aras fraßen. Sie mochten die Störung wohl nicht und kamen erst einmal auf den Tisch geflogen, um zu sehen, was es dort alternativ zu futtern gibt. Der eine hatte bereits den Deckel des Honigglases in Arbeit, als wir dann doch klein beigaben und zu einem anderen Tisch umzogen. Prompt kam der eine Ara doch wieder herbeigeflogen und setzte sich wieder zu uns. Wir erklärten ihm, daß es bei uns nichts zu holen gibt und er flog dann erst einmal auf den Bus, um die Scheibenwischer zu inspizieren. Das wurde ihm dann auch irgendwann zu langweilig und er flog wieder zu seinem Kumpel. Eine nette Unterhaltung am frühen Morgen. Wir schauten uns das Spektakel noch eine ganze Weile an, bevor wir dann doch aufbrechen mußten, denn heute fuhren wir ins Pantanal, wo wir 4 Tage/3 Nächte in einer Lodge gebucht hatten. Die letzten 25 Kilometer dorthin waren eine recht gut zu fahrende unbefestigte Straße, bei der Überquerung einer Holzbrücke sahen wir dann gleich einen großen Kaiman liegen, ein Tucan flog vor uns her, so ging es schon einmal los. Dort angekommen, mußten wir erst einmal durch den Schlamm fahren, um unseren Bus zu parken. Als wir ausstiegen, wurden wir bereits von endlos vielen Moskitos attakiert. Dies war nur der Anfang !!!

Wir gingen erst einmal über eine langen Steg zur Rezeption, die Gebäude der Lodge sind alle auf Stelzen gebaut, aus gutem Grund, denn jetzt stand hier noch alles ringsherum unter Wasser. Als Begrüßungskomitee lagen auf einer kleinen Insel ein paar Baby-Kaimane. Unser erster Programmpunkt heute war um 15.30 Uhr Kanufahren. Unser Guide hieß Paulo, der uns die nächsten Tage bespaßte. Also Rettungswesten an und auf das kippelige Kanu gestiegen, wir sollten schon einmal flußabwärts lospaddeln. Irgendwann hatten Jürgen und ich den Rhytmus raus und los ging die wilde Fahrt... die Anderen kamen hinter uns her, aber keiner wußte genau, wo es hingeht. Nun ja, einfach mal weiterpaddeln. Wir sahen uns die Flußlandschaft an, ein paar Vögel konnten wir ebenfalls beobachten. Irgendwann tauchte auch Paulo mit seinem Motorboot auf und begleitete uns. Nach 1 1/2 Stunden wurden wir aufgesammelt, wir konnten in das Motorboot umsteigen und wurden stromaufwärts zurückgefahren, die Kanus im Schlepptau. War eine ganz nette Nachmittagsunterhaltung. Nachdem wir wieder zurück waren, wurden zwecks Moskitoschutz lange Hosen und T-shirts angezogen, denn hier gibt es zu dieser Jahreszeit gefühlte Millionen von Moskitos, die alles und Jeden anfallen. Los ging die Fahrt mit dem Motorboot, um u.a. den Jaguar aufzuspüren. Dies gelang leider nicht (die Chance, ihn zu sehen, ist nicht besonders hoch). Wir genossen stattdessen den endlosen Sternenhimmel und die Milchstraße, die in der absoluten Dunkelheit und klarem Himmel wunderbar zu sehen waren. Mit uns in der Gruppe waren noch 4 Malteser und ein marrokanisches Paar, das in Paris lebt. Ein nette Gruppe. Abendessen, Caipi und ab ins Bett.

29.04. um 6 Uhr ging der Wecker, um 7.30 Uhr ging die ganztägige Jeepsafari los. Also mit Mückenspray großflächig eingesprüht, lange Hosen, Turnschuhe angezogen. Wir kletterten hinten auf die Bänke auf der Ladefläche und fuhren über die Holperstrecke los. Dieses Mal wurden wir gefahren und mußten auch nicht den Reifen wechseln, der irgendwann nach einigen Kilometern nur noch zischte. Das Geräusch der entweichenden Luft kennen wir nur allzu gut. So wurde der Reifen gewechselt, in dem ein großes Metallteil steckte. Die Warterei wurde von den Moskitos genutzt, die Biester stechen natürlich auch durch Socken, Hose etc. Selbst die Marrokaner, die bei der Hitze lange Hosen und Regenjacken trugen, wurden gestochen. Ja, wie soll man sich dann noch dagegen schützen? Während der Fahrt sahen wir einige Vögel, Wasserschweine und Kaimane, recht interessant, aber nichts, was einen vom Hocker riß. Dann stoppte der Jeep und wir durften 1 1/2 Stunden durch den moskitoverseuchten Wald laufen, außer weiteren Millionen Mücken und 3 Affen haben wir allerdings nichts gesehen. Nach einem Mittagessen im Freien ging die Fahrt weiter und wir sahen doch noch einige stattliche Kaimane, die sich im Wasser oder an Land tummelten. An einer Brücke sonnten sich einige Kaimane, Paulo meinte, wir könnten jetzt aussteigen und dort hinlaufen, um sie näher in Augenschein zu nehmen. Etwas zögerlich näherte sich die Gruppe den "Krokos", die ließen sich von uns beim Fotoshooting nicht weiter stören und glitten irgendwann gaaanz langsam in das Wasser. Alles in allem war der Tag dann doch noch unterhaltsam. 

30.04. um 7.30 Uhr fuhren wir zum "Pferdehof", wo die Vierbeiner auf uns warteten. Keiner aus unserer Gruppe hatte große Reiterfahrung, aber nicht schlimm, die lieben Pferde sind an Amateure gewohnt - das hofften wir doch sehr. Ich bekam Cognac und Jürgen den Aleman zugeteilt. Wir schwangen uns in die Sättel und los ging es im sehr gemächlichem Tempo, wo Jürgen und ich schon meinten, man könnte schon noch einen Gang höher schalten. Aber gut, so trotteten wir 2 Stunden durch die Sumpflandschaft, durch Wasser, durch den Wald, an Büffeln vorbei, von unzähligen Mücken begleitet. Über einen leichten Trab kamen wir nicht hinaus, aber gut, im Galopp wären wir wahrscheinlich vom Pferd gefallen, aber wer weiß... Ein nettes Erlebnis, jedoch waren wir Beide der Meinung, daß dies wohl nicht unser favorisierter Sport wird. Danach ging es zurück zur Lodge, wo wir Mittagessen bekamen. Um 15.30 Uhr stand Piranha-Angeln auf dem Plan (für unser Abendessen). Jeder bekam eine Angel in die Hand gedrückt und wir durften mit Fleischködern unser Glück versuchen. Insgesamt wurden 5 Stück gefangen, Jürgen hatte den größten an der Angel. Paulo hat die Fische vom Haken genommen, weil, das muß man dazusagen, die Viehcher superscharfe Zähne haben und man sich leicht verletzen kann. Sie jagen vor allem Fische und Krustentiere und greifen selbst größere Wirbelteile an, da sie mit ihren scharfen Zähnen in der Lage sind, Fleischstücke aus der Beute herauszureißen.

Die eher kleinen Fische (können jedoch bis zu 2 kg schwer werden) wurden uns zum Abendessen zum Probieren zubereitet, jedoch war das nichts zum Sattwerden. Fazit: auch Angeln wird für uns Ungeduldige nicht der Sport Nr. 1 werden

01.05. morgens ging ein Gewitter mit starkem Regen los. Als der Wecker um 6 Uhr ging, hörte ich es neben dem Bett tropfen. Die Holzdecke war wohl nicht ganz dicht und es tropfte durch diverse Planken hindurch, u.a. dann auch auf das Bett. Nur gut, daß wir heute sowieso abreisen. Um 7.30 Uhr war noch einmal eine Bootstour über diverse Flüsse geplant. Zum Glück hatte es aufgehört zu regnen und wir wurden nur vom Spritzwasser nass. Wieder sahen wir etliche Eisvögel, Reiher, Tucäne, Wasserschweine und... Riesenotter, die bis zu 1,80 Meter lang werden können. Ohne Paulo hätten wir sie sicherlich nicht gesehen. Nach einem Mittagessen, das noch inklusive war, fuhren wir erst einmal die vom Regen aufgeweichte Schlammpiste, der Bus kämpfte sich durch. Irgendwann wurde die Straße wieder besser und wir fuhren die bekannte Strecke nach Bonito zurück. Wir fuhren wieder den bekannten Campingplatz an, wo wir dann auch wieder "unsere" Aras sahen. 

 

02.05. Hurra, Jürgen hat jetzt den 2.Geburtstag auf unserer Tour. Heute vor einem Tag bekamen wir unseren Bus aus dem Zoll und die Tour startete. Ach, was haben wir in diesem Jahr alles erlebt !! Den heutigen Tag ließen wir ruhig angehen. Gäste hatten sich nicht angemeldet, so hatten wir den ganzen Tag zum Herumgammeln. Nachmittags rafften wir uns auf und holten uns im Supermarkt einen Kübel Eis, den wir dann zur Feier des Tages ganz aufaßen. Abends hatten wir dann natürlich auch wieder etwas Appetit und wir gingen wieder zum bereits bekannten Restaurant Juanita, wo wir Kaimanstreifen (etwas zäh, aber sonst schmackhaft) als Vorspeise aßen und den Pacú-Fisch hinterher aßen. Dazu Jeder 2 Caipis....

 

03.05. ich ging zum Supermarkt (15 Minuten), um dort festzustellen, daß ich kein Geld dabei hatte. Sie wollten sich auf den Deal, meinen schönen Knirps-Schirm gegen Brötchen, nicht einlassen. So mußte ich noch einmal zurück und Geld holen. Aber gut, Bewegung am frühen Morgen ist ja nicht schlecht. Als wir dann alles wieder eingepackt hatten, fing es auch schon an, zu tröpfeln. Heute fuhren wir bei Sprühregen, Superblitzgewitter und Starkregen über teilweise katastrophale Straßen. Die Straßen waren die reinste Schlaglochpiste und das bei der tollen Sicht !! Teilweise wurden die Straßen zu Seenlandschaften, durch die wir durchfuhren - so wurden die total verdreckten Radkästen gut durchgespült. Eine andere Folge war, daß wahrscheinlich ein notdürftig geflickter Plastikschutz unter dem Auto ebenfalls mit weggeflutet wurde, ein weiteres Metallteil hatte sich dann wohl auch noch gelöst. Nach 500 Kilometern erreichten wir dann die Taurus-Tankstelle, die unser heutiger Übernachungsplatz sein sollte. Wie überall mit sauberen Toiletten und Restaurant nebenan. Ein kleiner Affe schaute direkt neugierig von seinem Ast in unser Auto. Hier sollte man die Türen nicht geöffnet lassen, sonst hat man gleich die Affenbande zu Besuch, denn weitere Affen turnten auf den benachbarten Dächern herum. Abends aßen wir vom Buffet noch etwas, für € 5,- all you can eat. Essen vom Buffet ist hier in Brasilien wohl sehr beliebt (wie bei uns natürlich auch !!)

 

04.05. mit Oropax haben wir gut geschlafen. Morgens wurde ich dann doch von einem lauten Laubbläser geweckt. Wir gingen in das Restaurant frühstücken. Das Frühstück bestand aus 2 Scheiben Toast mit Butter und einem zuckersüßen Kaffee, brrrr, schlimmer geht immer. Heute fuhren wir wieder über Schlaglochpisten nach Foz do Iguacu. Die Straßen hier in Brasilien sind teilweise wirklich in einem superschlimmen Zustand. Da gibt es wohl noch einiges zu tun. Bei "Familie Flodder" auf dem Campingplatz Internacional campierten wir heute. Wir fanden einen Platz auf der großen Wiese, recht nett, nur der Pool ist wohl schon länger nicht mehr gereinigt worden, dafür waren Toilette und Dusche sauber. Alles kann man nicht haben. Wir kamen dort mittags an und beschlossen, heute nicht mehr loszufahren. Wir vertrödelten den Nachmittag bei schwülen 31 Grad. Abends gingen wir essen, Ente - war sehr gut, mal etwas anderes. Als wir zum Campingplatz zurückkamen war die Open-Air-Disko nebenan in vollem Gange. Die Brasilianer lieben es laut - und die Nächte sind lang.

 

05.05. das heißt, die Musik ging in voller Lautstärke bis mindestens 9 Uhr, wir hatten beim Frühstück auch noch "gute Unterhaltung". Trotz Oropax hat Jürgen kaum, ich sogar ganz gut geschlafen. Die Polizei wurde wohl 2 Mal angerufen, jedoch hatten sie wohl keine Lust, vorbeizukommen - und das mitten im Wohngebiet. Nicht ganz so gut gelaunt machten wir uns auf den Weg zu den Iguazú-Wasserfällen, die Jürgen jetzt zum 3. und ich zum 2.Mal besichtigen. Am heutigen Sonntag war die Hölle los und wir mußten eine Weile anstehen, doch natürlich hat es sich wieder absolut gelohnt. Diese Wasserfälle, des Flusses Iguazú an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien sind wirklich die Superlative, wir haben noch keine eindrucksvolleren gesehen. Die Fälle bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Länge von 2,7 km. Einige sind bis zu 82 m, der Großteil ist 64 m hoch. Die meisten Fälle liegen in Argentinien und heute haben wir einen tollen Panoramablick von Brasilien aus. Wir lassen uns in der Menschenmenge von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt treiben. Immer wieder eröffnen sich neue Blicke, die wir wie schon in 2011 sehr genießen. Zum Schluß gehen wir noch auf den langen Steg, der entlang der Fallkante verläuft. Hier wird man durch die Gischt des tosenden Wasserfalles richtig schön naß. Begleitet wird man ebenfalls von unzähligen Nasenbären, die sich seit dem letzten Mal ordentlich vermehrt haben müssen. Anschließend gingen wir noch zum Vogelpark, der uns auch beim letzten Mal imponierte. Wir schauten uns viele schöne bunte Vögel an, die hier in Brasilien leben und erschreckenderweise zum größten Teil vom Aussterben bedroht sind. Zurück ging es dann wieder zum Campingplatz und Abendessen im selben Restaurant wie gestern. 

06.05. die letzte Nacht war ruhig - wie wir aber im nachhinein hörten, ist hier wohl jeden Samstag Disko angesagt. Nun ja, heute geht es auf nach Argentinien. Der Grenzübertritt war schnell erledigt. Selbst unser Kühlschrank wurde nicht kontrolliert. In Puerto Iguazú haben wir ein Apartment in einem Hotel mit Frühstück gebucht. Hier kamen wir mittags an und gingen erst einmal im Supermarkt schräg gegenüber einkaufen. Ein wenig besser war das Angebot als in Brasilien. Vom Hotel aus gingen wir zum Dreiländereck - Argentinien, Paraguay und Brasilien. Abends ging es zum Essen, Jürgen bekam wieder sein leckeres Steak, ich aß den guten Flußfisch aus der Gegend. 

 

07.05. morgens fuhren wir die 20 Kilometer zum Nationalpark der Iguazú-Fälle, dieses Mal auf der argentinischen Seite. Gestern war der Himmel grau und es regnete ab und zu, heute schien für uns die Sonne, der Andrang war recht hoch, aber nicht so schlimm wie vorgestern. Nachdem wir im Park angekommen waren, fuhren wir erst einmal mit der Bimmelbahn zum Hauptwasserfall, Garganta del Diablo (Teufelsschlund) genannt, eine U-förmige, 150 m breite und 700 m lange Schlucht. Über einen 1,5 km langen Steg, der über den Fluß Iguazú führt, gelangen wir zum Aussichtspunkt. Auch hier wie im Jahre 2011 standen wir staunend vor den tosenden Wassermassen. Die enorme Gischt mit einem Regenbogen davor zu sehen, macht Lust auf mehr. Von hier gingen wir zur Bahn zurück, begleitet von gefühlt Hunderten von bunten Schmetterlingen, die sich allzu gerne auf Jürgen Arm und Kappe setzten, um ihn ein Teil des Weges zu begleiten. Wir fuhren ein Stück zurück, um von der Haltestelle erst den Weg unterhalb der Fälle und anschließend den Weg oberhalb der Fälle abzulaufen. Hier kommt man wirklich dicht an die Fälle heran und kann so erst einmal sehen, mit welcher Kraft das Wasser in den unzähligen Fällen hinunterschießt. 5 Stunden hielten wir bei bestem Wetter im Park auf, bei der Herumlauferei bei 30 Grad war man dann auch weichgekocht. Aber es war wieder ein tolles Erlebnis, jederzeit wieder !!! Zurück zum Hotel.  

08.05. heute hatten wir eine recht lange Fahrstrecke nach Santo Tomé, die nicht sehr spannend war und letzendlich an einer Tankstelle endete, wo wir unseren Bus für die Nacht parkten. Am Abend wurden wir von vielen Brummis umzingelt, so sah unser Büschen ein wenig verloren aus. Abends gab es in dem "Tankstellenrestaurant" ein paar Empanadas und ein mäßig gutes Internet. 

 

09.05.  mit Oropax haben wir doch wieder recht gut geschlafen, nach einem Frühstück im Bus ging wieder eine längere Etappe los, eigentlich wollten wir die Nacht noch in Argentinien, in Concordia bleiben. Der Ort und der angepeilte Campingplatz war aber so abschreckend (lag vielleicht auch am grauen Himmel), so daß wir kurzerhand beschlossen, heute noch nach Uruguay zu fahren - der letzte Grenzübertritt für unseren Bus. Bis zum uruguayischen Zoll ging alles reibungslos. Dort saß dann eine Dame im fortgeschrittenen Alter, die sich gerade ihren Mate-Tee zubereitete. Dann kamen wir !! Deutsche, die ein Dokument für die temporäre Einfuhr eines Autos brauchten, ach Gott. Erst einmal die Brille aufgesetzt, aber auch das nutzte nicht viel. Sie startete das EDV-Programm und begann mit meiner Hilfe, die Felder auszufüllen. Nicht einfach, die komischen deutschen Namen, Adressen usw. - alles sehr kompliziert. Dann stand sie irgendwann auf und holten eine riesige Taschenlampe. Ich zeigte erst einmal, wie sie sie zum Leuchten bringt und sie bat mich zu sich um den Tresen herum, um ihr mit dem Ausfüllen zu assistieren. Mit Hilfe der blendenden Maglite und meiner Mithilfe war es dann nach 1/2 Stunde geschafft, die Dokumente wurden ausgedruckt und unterschrieben. Das hätte ich in 10 Minuten erledigt, aber gut, man will ja solchen fähigen !! Mitarbeitern nicht die Arbeit wegnehmen. Dann wurde der Bus noch 2 Mal durchsucht, hieß, ein paar Schubladen wurden geöffnet, der Kühlschrank flissentlich übersehen, denn dort hatten wir noch einiges wie Salami, Käse etc. im Vorrat, was wir eigentlich nicht einführen durften. Nun gut, alles überstanden und dann fing es an zu kübeln. Uruguay empfing uns mit einem heftigen Gewitter, das sich dann die nächsten 8 Stunden mehr oder weniger mit Starkregen fortsetzte. Wir strandeten dann in Termas del Daymán, wo wir bei starkem Regen und Gewitter auf einem Campingplatz landeten, der teuer und schlecht war. Dies waren mit die schlechtesten Sanitäranlagen, die wir auf der Tour hatten. Klos ohne Brille, aus der Wand kamen Gartenschläuche, die als Duschen fungierten. Da hatten wir so ziemlich den Kaffee auf, Sch...wetter und dann das. Gut, daß wir morgen in den Thermen duschen wollen. Abends gingen wir noch in den Ort, um zu Abend zu essen und dort kurzerhand (wg. Internetzugangs) ein Hotel für den nächsten Tag zu buchen; auf dem Rückweg wurden wir trotz Schirm pladdernass. Ein erfolgreicher Tag....