29.01. heute fuhren wir nach Copacabana - nein nicht an die Copacabana in Rio !! -  dies ist ein Ort am Titicaca-See in Bolivien. Das hieß, wir hatten mal wieder eine Grenze vor uns. Die Grenzformalitäten gestalteten sich total einfach, wären wir nicht gerade zur Mittagspause in Bolivien dort aufgeschlagen (dort mußten wir dann 1 Stunde vor verschlossener Tür warten), wäre dies einer unserer kürzest dauernden Grenzübertritte gewesen. Nun ja, so nutzten wir die Zeit, um in der Sonne unser Mittagspicknick einzunehmen. Der Mann vom Zoll kam dann mit einer Viertelstunde Verspätung aus seiner Mittagspause, bearbeitete dann aber zügig - ohne Fehler - unsere Einfuhrpapiere. Die Straßen in Bolivien wurden schlagartig schlechter, die Müllsituation ist wohl genau so schlimm wie in Peru. Hinter der Grenze waren es nur noch 14 Kilometer bis zu unserem Quartier. In der Ecolodge Copacabana konnten wir unseren Bus auf der Wiese abstellen. Neben uns standen Holländer, die wir dann später noch trafen. Nachmittags gingen wir noch entlang der leider auch vermüllten Uferpromanade 20 Minuten in den Ort. Dort stellten wir bei Kaffee und Kuchen fest, daß Bolivien günstiger ist als Peru. In dem Café reservierten wir gleich einen Tisch für abends. Wir liefen noch ein wenig durch den Ort und schauten uns u.a. die sehenswerte Kathedrale an. Abends gab es bei Live-Musik ein gutes Essen. Als wir gehen wollten, fing es heftig an zu regnen, so daß wir beschlossen, mit dem Taxi zurückzufahren, eine gute Wahl. Da es auch recht kalt war, kuschelten wir uns dann direkt in die Schlafsäcke. 

 

30.01. um 7 Uhr gab es ein recht gutes Frühstück, von den Kindern der Familie zubereitet, ja, die Kinder hatten das alles schon gut im Griff.

Wir liefen anschließend zum Hafen, um uns dort Tickets für die Bootsfahrt zur Isla del Sol zu besorgen. Hier war schon einiges los. Um 8.30 Uhr legte das Boot ab und fuhr 1 1/2 Stunden im recht langsamen Tempo zur Insel. Der Regen, der uns morgens zum Frühstück begrüßte, hörte zum Glück auf. Hinter uns im Boot schnatterten die ganze Fahrt 3 Polinnen, etwas nervig. Wir legten an der Südseite im Ort Yumani an, von dort gingen wir die Inka-Treppen hinauf, auch hier merkte man wieder die Höhe. Weiter ging es durch die Gassen, wo einem schon  einmal Schweine, Esel und natürlich die immer zu findenden Hunderudel entgegenkamen. Die gutbeleibten Frauen mit einigen Lagen Röcke liefen in einem ordentlichen Tempo die Gassen rauf und runter. Am Aussichtspunkt oben angekommen hatten wir einen tollen 360 Grad Rundumblick. Zudem hatten wir wieder Glück mit dem Wetter, Wolken wechselten sich mit Sonne ab. Wir gingen den Berg wieder hinunter und genossen die Mittagspause auf einer Aussichtsterrasse. Um 15 Uhr fuhr das Boot zurück, dieses Mal saßen wir draußen, nach einer Stunde ging die Sonne weg und es wurde recht kühl. Etwas durchgefroren tranken wir dann erst einmal einen Tee, anschließend gab es noch eine heiße Suppe, danach war die Welt wieder in Ordnung. 

Copacabana

Isla del Sol

31.01. morgens war es regnerisch und trübe. Jürgen ging duschen, das Wasser war kalt, draußen war es noch kälter, also beschloß ich kurzerhand bei Diana und André im Zimmer um Duschasyl zu bitten. Dort gab es dann wenigstens eine warme Dusche. Im Frühstücksraum konnte man sich dann auch nicht so richtig aufwärmen, denn Zentralheizung gibt es hier noch nicht. Also drinnen und draußen kühl. Als wir losfuhren, wurde erst einmal die Heizung voll aufgedreht. Wir fuhren bei Regen auf 4200 Metern Höhe, bei 4 Grad am Titicaca-See vorbei, leider war die Sicht dementsprechend trübe. Ein kleines Stück mußten wir mit einer sehr abenteuerlich aussehenden Fähre übersetzen. Ein paar Holzplanken in einer Riesenbadewanne, so ging es schwankenderweise über das Wasser. Hurra, wir und der Bus haben es gut überstanden. Weiter ging es zur Ruinenstätte der Prä-Inka-Kulturen, nach Tiwanaku, auf knapp 4000 Meter. Die Ruinen zählen zu den wichtisten archäologischen Stätten Boliviens. Nun ja, ich sage mal, nachdem wir Machu Picchu und weitere Inkastätten in Peru gesehen haben, hat uns diese Stätte nicht mehr vom Hocker gerissen, aber gut, wir hatten heute noch Zeit bevor wir nach La Paz weiterfuhren. Wir hatten für die Durchfahrt von La Paz schon 2 Stunden zusätzlich eingeplant, da wir vorher nur Horrorgeschichten über den Verkehr in La Paz gehört hatten. Jedoch kam es anders als gedacht, wir konnten die Stadt geschickt umfahren, denn der Campingplatz war außerhalb gelegen. Die Straßenverhältnisse waren grauenhaft, riesighohe Bodenschwellen, wo es dann ordentlich krachte, wenn wir mit der Anhängerkupplung aufgesetzt hatten. Dazu kamen dann noch endlos viele wassergefüllte Schlaglöcher, die Fahrerei hier ist wahrlich kein Vergnügen. Gegen Nachmittag kamen wir am Colibri-Camping an, wo Jürgen erst einmal den Bus durch eine etwas enge abschüssige Zufahrt manövrieren mußte. Die Anlage ist sehr schön, alles spielt sich allerdings draußen ab, bei Regen und abends 8 Grad. Abends bei dem Italiener um die Ecke noch etwas gegessen und wegen des starken Regens mit dem Taxi zurückgefahren.

 

Tiwanaku

01.02. für morgens um 10 Uhr haben wir uns mit Gert verabredet, ein Deutscher, der seit 37 Jahren in Bolivien lebt und Stadtführungen anbietet. Zuerst ging es mit dem Taxi zur Seilbahnstation. Mit einer von 8 Seilbahnen fuhren wir von 3600 auf 4100 Meter, nach El Alto, hierzu mußte man feststellen, je höher die Lage, desto ärmer die Bewohner, zuerst schwebten wir über die Villen bis wir dann nur noch teils halbfertige unverputzte Häuser sahen. Von hier oben hatten wir einen tollen Blick über La Paz, wie die Häuser quasi an den umliegenden Hängen klebten. Den 6439 m hohen Berg Illimani konnten man nur hinter den Wolken erahnen. Weiter ging es zum so genannten Hexenmarkt, wo die Schamanen in den dort ansässigen kleinen Lädchen für ihre Sitzungen einkaufen. Überall hängen getrocknete Lamaföten, die u.a. beim Hausbau in das Fundament mit eingegossen werden, als Opfer zu Ehren der Göttin Pachamama (Erdmutter), dies soll Glück bei dem Hausbau bringen. Darunter findet man in Körben allerlei Heilkräuter, Talismane, faule Eier und hunderterlei Ingredienzien, woraus die Marktfrau einen Mix für das Brandopfer zu Ehren der Pachamama zusammenstellt. 

Weiterhin gibt es Tüten mit aus Zucker gefertigten Plättchen, worauf Symbole eingelassen sind wie z.B. ein Auto, ein Dollarzeichen, ein Herz und vieles mehr. Je nachdem, welchen Wunsch man sich erfüllen möchte, wählt man das dazugehörige Symbol und stellt einen Teller zusammen, den man dann anschließend verbrennt. Mit diversen Utensilien bewaffnet geht man anschließend zu einem Schamanen, um sich u.a. aus den Coca-Blättern die Zukunft lesen zu lassen oder sich den Segen zu holen. Es gibt ganze Straßenzüge von kleinen Kabuffs, wo die Schamanen auf Kundschaft warten. Diese Dienstleistung wird von allen Gesellschaftsschichten in Anspruch genommen, selbst Morales bedient sich der Dienste der Schamanen. Glaube oder ist wirklich etwas dran, wir haben es nicht ausprobiert....

Dies war schon ein interessanter Ausflug, wahrscheinlich wären wir ohne Gert niemals hierhin gegangen. Weiter fuhren wir mit der nächsten Seilbahn (made in Austria) wieder ins Tal und genossen den Ausblick auf ganz La Paz. Es ging zum Mittagessen, es gab Saltenas, ein herzhaftes Gebäck ähnlich einer Empanada, gefüllt mit Fleisch, Ei, Oliven, die Füllung ist ziemlich flüssig, so daß man sich beim Essen schon geschickt anstellen muß, um sich nicht komplett zu besudeln. Danach besuchten wir die einzige Straße, in der sich noch gut erhaltene oder restaurierte Gebäude im Kolonialstil befinden. Einen Laden besuchten wir, der einer so genannten "Cholita" gehörte, so werden indigene Frauen in Bolivien und Peru bezeichnet, die sich durch eine bestimmte Kleidung hervorheben. Die Kleidung besteht aus einem Überrock und bis zu 6 Unterröcken, dem Schultertuch und dem typischen Hut, den sie stolz auf ihrem Haupt balancieren. Die Frauen mit den teils sehr ausladenden Hüften (von der Herrenwelt hier sehr geschätzt) sehen durch die Röcke dann natürlich noch rundlicher aus. Zum Schluß sahen wir uns den Plaza Murillo an, wo natürlich die Kathedrale, sowie der Regierungspalast und einige verfallene, ehemals hochherrschaftliche Häuser stehen. Plötzlich fing es heftig an zu regnen, so daß wir uns erst einmal unterstellen mußten. Nach dem Schauer fuhren wir dann mit Seilbahn und Taxi zurück zum Hotel Oberland, wo wir die schweizerische Küche genossen. Ein sehr interessanter Tag ging zu Ende. Dank Gert haben wir einiges über Kultur, Geschichte und Politik erfahren.

02.02. heute hieß es erst einmal Tanken, nein, das heißt nicht, an die Tankstelle fahren, volltanken und bezahlen, weitgefehlt. In Bolivien als Ausländer an Benzin zu kommen ist ein größerer Aufwand. Hierzu muß man wissen, daß der bolivianische Staat das Benzin subventioniert... und in den Genuss sollen natürlich nur die Bolivianer kommen. Ausländer müssen den doppelten Preis bezahlen, doch auch jetzt ist nicht garantiert, daß man Sprit bekommt. Also sind wir losgefahren und haben 2 verschiedene Tankstellen angesteuert, die uns keinen Sprit verkaufen wollten, denn wenn sie an Ausländer verkaufen, müssen sie 2 Belege aufüllen, einen über den Preis für Bolivianer und einen über den Differenzbetrag für die Touris, dies ist zu aufwendig und somit verkauft man lieber nichts. Dank der App IOverlander haben wir dann doch noch eine Tankstelle mitten in La Paz gefunden. Also erst einmal rein in das Getümmel der Stadt, Tausende von Minibussen fahren kreuz und quer, natürlich ohne zu blinken, haarscharf fuhren die Autos und Busse an uns vorbei, ein Nervenkrieg, vor allen Dingen für die Beifahrer. Irgendwann hatten wir die Tankstelle gefunden und nach einigem Hin und Her bekamen wir tatsächlich unseren Tank gefüllt, fragt sich nur mit wieviel Oktan..., hier gibt es jedenfalls nicht den guten Super oder Super Plus. Nun ja, da muß der Bus jetzt durch !! Weiter ging es durch die Stadt in Richtung der berühmt berüchtigten "Todesstrecke", der Ruta de la Muerte, einspurige Straße, mit Felswand auf der einen Seite und einigen hundert Metern Abgrund auf der anderen Seite. Doch soweit kamen wir nicht, denn sobald wir die Stadtgrenze verlassen hatten, zog sich der Himmel zu und je weiter wir fuhren, desto nebliger wurde es, als der Schneeregen einsetzte, beschlossen wir, das dies keinen Sinn macht und wir lieber umkehren und in die Richtung Potosí fahren sollten. Gesagt, getan. Gedreht und zurück durch das Verkehrschaos, durch die teilweise engen Gassen, es ging sehr steil bergauf und bergab. Irgendwann hatten wir es geschafft und wir waren auf der Autobahn. Mit 100 km/h (erlaubt waren 80, man darf sich nur nicht erwischen lassen) fuhren wir weiter. Da es aber mittlerweile schon recht spät war, wollten wir nur noch bis nach Oruro fahren. Auf der "Autobahn" ging es weiter, an einigen Stellen mußten wir Maut zahlen, hinter der Mautstelle kam dann gleich die Polizeikontrolle, manchmal muß man den Führerschein oder auch die Fahrzeugpapiere vorzeigen - manchmal können wir auch einfach nur weiterfahren. In Oruro hatten wir ein Billigquartier, nicht schön, aber günstig, den Bus haben wir vor dem Hostal am Straßenrand geparkt. Abends machten wir uns auf die Suche auf ein Restaurant, landeten dann schließlich nach einigem Hin- und Hergelaufe in einer besseren Pommesbude. Zum Abschluß gab es noch Rum und Bier in unserem Zimmer. 

 

03.02. nach dem Frühstück fuhren wir weiter nach Potosí, mit 2 Zwischenstops an diveresen Tankstellen, an der 2. hatten wir Glück. Jürgen verschwand mit dem Tankwart in seinem Kabuff, um den Preis zu verhandeln. Wir konnten den Preis etwas herunterhandeln und schnell wurde vollgetankt und bezahlt, damit es bloß keiner richtig mitbekommt. Mit vollem Tank ging es zum Hotel, wo wir ein 4er-Apartment reserviert hatten. Wir kochten erst einmal einen Kaffee und kümmerten uns um die Tour, die wir zum Salzsee, Salar de Uyuni und der Lagunenroute buchen wollten. Wir verzichten darauf, mit dem Bus auf den Salzsee zu fahren, 1. ist er durch eine Wasserschicht in der jetzigen Regenzeit aufgeweicht, so daß man dort leicht versinken kann, 2. bekommt man das Salz nicht so einfach wieder aus allen Ritzen herausgewaschen. Die Straßen der Lagunenroute bestehen wohl auch eher aus Sandpisten und ausgefahrenen tiefen Fahrspuren, so daß wir dies unserem Bus auch nicht zumuten wollen. Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für eine Tour mit der Agentur Tupiza Tours ind Tupiza, mal sehen, ob das eine gute Wahl ist. Wir gingen anschließend noch in das Zentrum, das entgegen aller Erwartungen mit seinen Kolonialbauten schöner war als gedacht. Wir buchten die obligatorische Tour in die Mine, jedoch mit einem etwas mulmigen Gefühl, wer weiß, was dort auf uns zukommt...

Potosí liegt in einer Höhe von ca. 4000 Metern, am Fuße des Berges Cerro Rico (reicher Berg). Der Silberreichtum im frühen 17. Jahrhundert machte sie in der Blütezeit zur reichsten und größten Stadt des amerikanischen Kontinents. Auch heute noch ist die Stadt von dessen Silber-und Zinnvorkommen abhängig.

 

04.02. morgens gingen wir dann gleich zum Karmeliter-Kloster Santa Teresa, um dort an einer 2stündigen Führung teilzunehmen. Eindrücklich wurde das abgeschottete Leben der Nonnen dargestellt. Damals zählte es zu den angesehensten Klöstern Boliviens, wo nur die jeweils zweite Tochter der Familie gegen Bezahlung eines kleinen Vermögens im Alter von 15 Jahren ins Klosterleben eintreten durfte. Eine Qual für die Mädels, die keinen direkten Kontakt zur Außenwelt haben durften. Dann ging es zum Mittagessen und um 13 Uhr ging die Minentour los. Zuerst wurden wir zum Markt der Minenarbeiter gefahren, wo die Arbeiter alles erwerben können oder müssen, was sie für die Arbeit brauchen, dies müssen sie selber bezahlen!! U.a. werden hier Coca-Blätter, Zigaretten, Stirnlampen, hochexplosiver Sprengstoff sowie 96-prozentiger Alkohol verkauft. Dies ist der einzige öffentliche Markt, in dem man legal Dynamit kaufen kann. Wir kauften jeder eine Tüte mit Saft und Coca-Blättern. Danach wurden wir mit Arbeitskleidung, Gummistiefeln, Helm und Stirnlampe ausgestattet. In dieser Montur fuhren wir erst einmal zu einer Weiterverarbeitungsstelle, wo u.a. das Silber mit Hilfe von Chemikalien aus dem Gestein herausgewaschen wird. Dort sahen wir die ersten Arbeiter, die sich den Mund mit Coca-Blättern vollstopfen, dies hilft, lange Zeit durchschuften zu können und keinen Hunger zu bekommen. Hier sahen wir zum ersten Mal, wie die Leute unter menschenunwürdigen Bedingungen hier arbeiten müssen. Arbeitsschutz, was ist das?  Wir liefen über wacklige Paletten direkt an den Maschinen vorbei, die heute nicht liefen, weil sie gewartet wurden, weiter ging es durch knöcheltiefes Wasser über Holzbhohlen. Schon ein schockierender erster Eindruck. Weiter ging es zum Bergbau des Cerro Rico, in dem hauptsächlich Zinn, Kupfer und Silber abgebaut werden. In dem Berg arbeiten in 38 Kooperativen ca. 9000 Minenarbeiter. Berüchtigt sind die Arbeitsbedingungen, die sich auf einem niedrigen Technologie- und Sicherheitsniveau befinden. Viele Minenarbeiter fingen im Alter von 10 Jahren dort an zu arbeiten und werden nicht älter als 45, bestenfalls 58 Jahre alt. Auch jetzt noch gibt in größerem Stil Kinderarbeit, es gibt niemanden, der es kontrolliert !!! Viele Arbeiter arbeiten ohne Atemmaske, trinken den 96% Alkohol, rauchen Zigaretten und kauen Coca-Blätter. Dies ist für die Gesundheit nicht zuträglich. 

Wir gingen also mit unserem Führer, einem ehemaligen Minenarbeiter in die Stollen des Berges hinein, in gebückter Haltung ging es durch die dunklen staubigen Gänge. Hier und da war der Berg mit ein paar Holzstützen abgesichtert, das war es dann auch schon. Ein paar Arbeiter kamen uns mit Schubkarren entgegen, die das mit Spitzhacke abgeklopfte Gestein nach draußen transportierten. Eine Knochenarbeit, dementsprechend fertig sahen sie auch aus. Geschockt und tief bewegt kamen wir aus dem Stollen wieder heraus. Neben dem Ausgang wohnte eine Mutter mit 2 Kindern in einer Bruchbude mit 2 Matratzen und wenigen Habseligkeiten, sie wohnt hier direkt an der Mine, man hat ihr hier wohl die "Wohnung" überlassen, nachdem ihr Mann im Berg ums Leben kam. Ja, so verdienen viele ihr Geld hier...

Den Rest des späten Nachmittages und Abends verbrachten wir dann im Hotel. 

Fahrt nach Potosí

Potosí

Besuch Mine Cerro Rico

05.02. morgens gingen wir noch im Nieselregenwetter zur Casa de la Moneda, einem Museum, das früher eine Münzprägeanstalt war. Leider boten sie nur eine 1 1/2 stündige Tour auf spanisch an, dies sprach uns dann doch nicht an und alleine durfte man nicht durch das Museum gehen. Also gingen wir zum nächsten, der Kathedrale, die Führung dort war zwar auch auf spanisch, jedoch dauerte das Ganze nur 20 Minuten. Die Kathedrale war recht nett anzusehen, zum Schluß ging es auf den Glockenturm, von dem wir einen schönen Blick auf die Stadt hatten. Nach dem restlichen Besichtigungsprogramm für heute gingen wir zurück zum Bus, denn wir wollten heute noch nach Sucre fahren. Die relativ kurze Strecke war in 3 Stunden erledigt. Wir brauchten einige Zeit, um das Hotel zu finden. Das Verkehrschaos war wieder einmal perfekt, der Kampf um die Pole-Position war wieder voll entbrannt. Busse drängelten sich von allen Seiten durch, um Milimeterbreite fuhren sie an uns vorbei. Wieder nichts für schwache Nerven. Wir parkten unseren Bus im Innenhof des Hotels und schauten uns die Zimmer an und stellten fest, daß wir auf dem Gang ein Gemeinschaftsbad hatten, dies war bei der Buchung nicht unbedingt ersichtlich. Nun ja, für € 16,- pro Nacht/2 Personen inkl. Frühstück konnte man eigentlich auch nichts anderes erwarten. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, gingen wir noch in den Ort und gönnten uns erst einmal Kakao, Kaffee und Kuchen. Der erste Eindruck der Kolonialstadt mit seinen gut erhaltenen Häusern aus dem 18. Jahrhundert war ein sehr guter, am nächsten Tag wollten wir uns das Ganze etwas näher ansehen. Das  Wetter zeigte sich mit angenehmen 24 Grad auch von seiner besten Seite.

 

06.02. nach einer recht unruhigen Nacht (wir schliefen zum Innenhof, wo die Autos bis in die Nacht hinein eingeparkt und dann das Tor geöffnet und geschlossen wurde), bekamen wir bei schönstem Wetter das Frühstück auf der Dachterrasse serviert. War ganz gut, machte aber auch nicht unbedingt satt. Auf ging es zuerst zum Hauptplatz, wo wir uns die schönen Gebäude anschauten. Weiter ging es zur Kathedrale, die leider nicht so gut in Schuß war, überall flog der Putz von den Wänden, hier muß einiges renoviert werden. Wir beschlossen, daß wir erst einmal in einem Café einen gescheiten Kaffee trinken (hier in Bolivien gibt es fast nur den Krümel-Nescafé), Jürgen bestellte sich zum 2. Frühstück ein Baguette. André und ich aßen anschließend im übernächsten Laden noch eine Saltena, so waren wir wieder gestärkt und es ging weiter durch die Gassen. Recht steil ging es in den Stadtteil La Recoleta, von dort oben hat man einen schönen Blick über die Stadt. Weiterhin befindet sich hier das sehr interessante Textilmuseum, wo die Webkunst der ansässigen Indigenen der Umgebung (Tarabuco) gezeigt wird. Dort hatten sie im Verkaufsladen sehr schöne, aufwendig gewebte Wandbehänge, Diana und André schlugen zu und kauften einen. Wir waren uns noch nicht so einig darüber, ob wir uns auch einen kaufen sollten und da die Mittagspause dort eingeläutet wurde, hatten wir noch Bedenkzeit. Also stiegen wir wieder ab zum Hauptplatz, wo wir in einer Seitenstraße bei einem Italiener ein gutes Mittagsmenü für € 4,- aßen. Dies hat uns so gut geschmeckt, daß wir gleich einen Tisch für abends bestellten. Wir klapperten noch einige Sehenswürdigkeiten ab und mußten feststellen, daß sich der Besuch dieser schönen Stadt auf 2800 Meter lohnt. 

Wir schauten uns unten im Ort in einem Kunsthandwerksladen noch einige Wandbehänge an, fanden diese jedoch nicht so schön, also noch einmal den Weg hinauf  zum Textilmuseum, wo wir dann ebenfalls einen Behang kauften. Ein Erfolg. Das Abendessen war es für mich leider nicht. Beim Italiener bestellte ich wie André  500 gr. Rindfleisch, André bekam seines zuerst, ein Riesen-Fleischlappen bedeckte den kompletten Teller, darunter verbargen sich Pommes und Salat. Ich dachte nur, oh Gott... dann kam mein Stück, mit Knochen und Fett, nicht besonders appetitlich aus, auf Nachfrage, ob es schmeckt, habe ich es reklamiert, habe nur noch die Beilagen gegessen. Sie wollten mir ein neues bringen, jedoch war mir der Appetit vergangen und ich habe dankend abgelehnt. Fairerweise mußten wir es dann auch nicht bezahlen. 

07.02. recht früh fuhren wir heute los, nachdem die Nacht wieder auf Grund der exponierten Lage unseres Zimmers recht laut war. Heute hatten wir 400 Kilometer vor uns, es ging nach Tupiza. Wir mußten erst wieder in Richtung Potosí zurückfahren, zum Glück mußten wir nicht durch den Ort fahren. Vor Potosí fuhren wir mit einem mulmigen Gefühl an eine Tankstelle heran, bekommen wir heute gnädigerweise Benzin? Ja, es klappte beim ersten Mal und wir bekamen zu einem etwas reduzierten Preis den Tank gefüllt. Das war ja einmal eine Überraschung. Dies war das letzte Mal Tanken in Bolivien, das reicht jetzt bis zu unserem nächsten Ziel in Argentinien. Weiter ging es an Potosí vorbei zur Schnellstraße, wo dann plötzlich die Polizei auftauchte. Ein Polizist mit Laserpistole zeigte uns die Zahl 103, hieß, daß Jürgen wohl anstatt der erlaubten 80 jetzt 103 km/h gefahren ist. Er erklärte auch gleich, daß er uns keinen Strafzettel ausstellen könnte, da wir Ausländer sind, jedoch sollte Jürgen doch einmal aussteigen. Jürgen stellte sich doof, kaum Spanischkenntnisse usw. , so daß der 2 Polizist ihm noch eine Standpauke gehalten hat und uns dann so weiterfahren ließ, ohne etwas zahlen zu müssen. Dies ist wohl laut Berichten anderer Overlander nicht immer so der Fall, einige mußten bereits zahlen. Weiter ging es auf guten Straßen durch die grünen, mit hohen Kakteen bewachsenen Berge. Gegen Nachmittag kamen wir am Campingplatz La Casa del Baron an, wo bereits 2 Wohnmobile standen, Franzosen und Deutsche (die z.Zt. wohl die selbe Tour machen, die wir morgen antreten werden). Wir gingen in den Ort, um dort bei unserem Touranbieter   Tupiz Toursdie reservierte Tour zu zahlen und weitere Infos zu bekommen. Wir werden zu Viert + Fahrer + Koch 4 Tage die Lagunenroute bis zum Salar de Uyuni fahren. Mal sehen, wie das wird. Zum Abendessen gingen wir zum Torre italiano, das Restaurant hatte gerade geöffnet. Wir aßen einen Salat und bestellten noch eine Pizza. Nach einiger Zeit kam die Bedienung, die ganz alleine in dem Laden war, an unseren Tisch und sagte, daß sie uns die Pizza nicht servieren könnte, da der Koch nicht gekommen ist und sie es nicht schaffen würde, den Teig auszurollen. So ließen sich unsere Herren nicht lange bitten und marschierten mit ihr in die Küche, wo sie den Teig für die beiden Pizzen mit dem Nudelholz ausrollten, das Belegen und in den Ofen schieben hat das Mädel dann noch selber geschafft. Tja, so kann es laufen... die Pizza hat jedenfalls geschmeckt.

08.02. um 8.15 Uhr ging es los, der Toyota rollte auf den Hof, es stieg eine Mutti mit Baby aus und wir dachten schon, es wäre unsere Köchin, doch es stellte sich heraus, es war die Frau des Fahrers, sie blieb hier. Viktor, unser Fahrer und Guide für die nächsten 4 Tage verstaute unser Gepäck auf dem Dachgepäckträger. Wir nahmen Platz, ich als Übersetzerin und Unterhaltung für den nur spanischsprechenden Fahrer durfte die ganze Zeit vorne sitzen. Zunächst fuhren wir von Tupiza durch die tolle Landschaft Quebrada de Palala und el Sillar, die teilweise wie eine Mondlandschaft aussieht, in diversen Farben leuchten die Felsen und Krater. Hier wurden bereits einige Wildwestfilme gedreht, kein Wunder. Nach wenigen Kilometern wurde uns bereits klar, daß die Tour eine weise Entscheidung war, denn unser Bus hätte diese "Straßen" nicht überlebt. Es ging über Felsen, ausgewaschenen Flußbetten, Flüsse, tiefen Fahrspuren in Quer- und Längsrichtung. Weiter ging es vorbei an den verlassenen Minen von Nazarenito, über ein Hochplateau wie Paja Brava, Yareta bis wir in der verlassenen 4678 Meter hohen Stadt San Antonio de Lípez ankamen, wo wir die Ruinenstadt der Spanier anschauten, die hier die Mine quasi vereinnahmten und die Einheimischen und Afrikaner für sich arbeiten ließen. Es ging an der Laguna Morjon und dem Vulkan Uturuncu (6008 m) vorbei nach Quetena Chico, wo wir unser Quartier bezogen. Wir haben die einfachsten Quartiere gebucht. So war es dann auch, wir schliefen zu Viert in einem Zimmer, das Bett war ein Betonklotz, wo doch noch ein Matratze darauf lag, das Bettzeug war auch ok. Das Gemeinschaftsbad teilten wir mit den Fahrern und 8 weiteren Touris. Wir bekamen dann gleich warmen Tee und Plätzchen, was auch gut war, denn natürlich sind die Häuser nicht geheizt. Die Köchin, die im anderen Auto mitfuhr, kochte uns ein leckeres, reichhaltiges Abendessen, das wir dann allerdings erst um 22 Uhr bekamen. Ein sehr langer Tag mit vielen Eindrücken ging zu Ende. Es ging ab ins Bett und wir waren sofort eingeschlafen.

09.02. in der Nacht hatten wir gut geschlafen. Um 7.30 Uhr ging der heutige Tag los. Nachdem das Gepäck wieder auf dem Dach verstaut war, fuhren wir erst einmal zur Laguna Hedionda, einem 3 km² großen Salzsee, wo wir die ersten weißen und rosa Flamingos sahen. Weiter ging es zur Laguna Kollpa und zu den Thermalquellen. Vor dem Mittagessen gingen wir in die große natürliche 35 Grad warme "Badewanne" ,zusammen mit einigen anderen konnten wir uns hier mangels Dusche im Quartier aufweichen lassen. In der Zwischenzeit wurde das Mittagessen vorbereitet. Als dunkle Wolken aufzogen, zogen wir uns an und konnten uns gerade noch in den Speisesaal retten, bevor das Gewitter mit Starkregen loslegte. Nach dem Essen fuhren wir vorbei an weidenden Lamas, Vicunas und Nandus, ein schöner Zoo!! Wir fuhren durch die Salvador-Dalí-Wüste, einer ca. 110 km² großen Steinwüste, eine unwirkliche Landschaft, die in verschiedenen Farben leuchtet. Weiter ging es zur Laguna Verde (grüne Lagune) am Fuße des 5960 Meter hohen Vulkans Licancabur, die je nach Sonneneinstrahlung und Wind in einem hellen Türkis bis Grün leuchtet. Die Färbung wird durch einen hohen Anteil an Mineralien wie Magnesium, Calciumcarbonat, Blei und Arsen verursacht. Der besondere Mineralgehalt sorgt dafür, daß es hier keine Flamingos gibt. Diese sehen wir in der Laguna Blanca, zu der wir danach fahren. Danach fahren wir in das Geothermalgebiet Sol de Manana (Morgensonne) in einer Höhe von 4850 Metern, wo es überall raucht und brodelt. Das gesamte Gebiet zeichnet sich durch eine intensive Aktivität mit Geysiren, kochenden Schlammlöchern und Fumarolen aus. Nachdem wir uns an den heißen, spuckenden und stinkenden Geysiren aufgewärmt hatten, ging die Fahrt weiter bis auf eine Höhe von fast 5000 Metern. Hier fing es dann an zu schneien. Natürlich gibt es hier weder Pflanzen noch Tiere. Unser Ziel heute ist die Laguna Colorada, die wir vor lauter Regen aber nur schemenhaft sehen können. Es lohnte sich jedenfalls nicht, zum Aussichtspunkt zu fahren. Also bezogen wir das Quartier in Huayllajara, wo wir in den Genuss eines Zweitbettzimmers kamen. Die sanitären Anlagen ließen zu wünschen übrig, aber das waren wir ja langsam gewohnt. Die Mitreisenden (4 Mädels aus Israel und 3 Jungs aus Norwegen + 1 aus Frankreich) hatten sich mittlerweile angenähert und ließen den Abend bei Musik und Bier/Wein ausklingen. Mit Ohrenstopfen konnten wir aber gut schlafen. 

10.02. morgens hatten wir Glück, der Himmel riß auf und wir hatten eine gute Sicht. Also fuhren wir erst einmal um 7.30 Uhr in Richtung Aussichtspunkt der Laguna Colorada. Die Lagune ist ein flacher (im Durchschnitt 0,5 Meter tiefer See) mit einer Fläche von 60 km², er hat eine auffällige rote Färbung, hervorgerufen von einer Algenart und dem hohen Mineralgehalt des Wassers. Hier fühlen sich die Flamingos sehr wohl, wenn sie nicht gerade nach Chile wegen der Wetterverhältnisse geflogen sind, gibt es hier bis zu 35.000 Stück. Jetzt waren es allerdings weniger, aber immer noch beeindruckend. Hier treffen sich die Anden- , die chilenischen und die James-Flamingos. Diese Lagune war für uns mit das Highlight der Tour. Weiter ging es durch die Siloli Wüste zum Árbol de Piedra (Baum aus Stein), eine ca. 7 Meter hohe Felsformation aus vulkanischem Gestein. Rings herum gruppieren sich weitere "Steinskulpturen", recht interessant anzuschauen. 

Danach ging es zu den aneinandergereihten Lagunen Honda, Charcota, Hedionda und Canapa, wo sich teilweise auch wieder mit großem Geschnatter die Flamingos tummelten. Auf dem Weg dorthin konnten wir die Vulkane Ollague und Tomasamil bewundern. Ein längere Fahrt lag dann noch nach Colchani vor uns. Colchani liegt direkt am Salar de Uyuni. Es war bereits früher Abend als wir an der besseren JH ankamen. Schnell die Köchin und Utensilien ausgeladen und zum Salzsee gefahren, um dort den Sonnenuntergang zu bewundern. Der Salar de Uyuni ist mit mehr als 10.000 km² die größte Salzpfanne der Erde (größer als z.B. Niederbayern). Zur jetzigen Regenzeit ist der See mit Wasser bedeckt, ein besonderes Schauspiel, da sich die umliegenden Berge, die Wolken auf der Wasseroberfläche spiegeln. Die unter der Oberfläche liegende Sole reicht bis zu zu 72 - 121 Metern in die Tiefe. Das Salz wird für den eigenen Bedarf abgebaut, teilweise wird es zum Bau von Häusern benutzt. U.a. hat der See das weltweit größte Lithiumvorkommen, das bereits abgebaut wird und ein wertvoller Rohstoff auch für die Autoindustrie ist. Ein deutsches Unternehmen hat sich ebenfalls die Rechte zum Abbau gesichert. Vor Ort soll das 

Lithium abgebaut und in Akkus für Elektroautos verbaut werden. Jetzt ähnelt der Salar einem zugefrorenen See, den wir mit dem Auto befahren konnten. Einige Meter fuhr Viktor auf dem See, auf einer "Salzscholle" konnten wir aussteigen und den Sonnenuntergang bewundern. Ein besonderes Schauspiel, zumal im Hintergrund ein Gewitter tobte und sich die Blitze im Wasser spiegelten.Als es dann komplett dunkel war, fuhren wir zurück zu unserem Hostal, wo eine warme Dusche für € 1,20 auf uns warten sollte. Der Andrang dort war groß, zumal die Wassertemperatur von eiskalt bis lauwarm wechselte, wir hatten Glück, die Wassertemperatur war sehr angenehm. Verwöhnt freuten wir uns nach 3 Tagen auf die Dusche.

 

 

 

11.02. um 4.30 Uhr aufstehen, 5 Uhr ging es los zum Sonnenaufgang zum Salar de Uyuni. Nach 20 Minuten Fahrt sind wir dort angekommen und hinaus auf den See gefahren. Wir waren natürlich nicht die einzigen dort, Auto um Auto füllten die Landschaft. Atemberaubend war wieder die Spiegelung im Wasser, die Sonne kam nach einiger Zeit hinter den Wolken hervor. Ein Super-Schauspiel, das wir uns eine ganze Weile anschauten. Dann fuhren wir zum ersten Salzhotel der Welt, das sich auf dem See befindet, aber nur noch als Museum fungiert. Hier gab es Frühstück. Anschließend fuhren wir noch weiter auf den See hinaus, wo wir lustige Fotos von uns schossen. 

Hier kann man wirklich eine ganze Weile verbringen, ohne daß es langweilig wird. Anschließend fuhren wir nach Colchani, zum Markt, wo man Salz und Souvenirs aus Salz kaufen konnte, recht uninteressant. Nach dem Mittagessen ging es zum größtenEisenbahnfriedhof der Welt. Mit diesen Zügen wurden ehemals Rohstoffe aus den zahlreichen Minen in Uyuni und Umgebung zum Pazifischen Ozean gebracht.

In den 1940er Jahren wurden die meisten der Edelmetallminen aufgegeben, was dazu führte daß Lokomotiven und Waggons stillgelegt und dem Verfall preisgegeben wurden. Insgesamt 100 Loks und Wagen verrotten hier und werden von den Touris besichtigt. Für Nicht-Eisenbahnfans nicht besonders interessant. Weiter ging die Fahrt zurück nach Tupiza, um 18 Uhr waren wir wieder an unserem Bus. 

Eine supertolle Tour ging zu Ende. 

 

12.02. nach dem Frühstück fuhren wir erst einmal zur Autowäsche. Der gesamte Dreck von der gesamten Tour der sich zwischen Metallunterbodenschutz und Karrosse angesammelt hat, wurde mit Hochdruck herausgewaschen. Für € 9,- wurde der Bus von innen und außen gereinigt. Auf dem Rückweg mußten wir wieder über die im Regen zu Schlammpisten gewordenen Straßen fahren, somit war es wieder vorbei mit sauberem Bus. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Fotos sortieren und Blog schreiben. Nicht schlimm, da es heute immer wieder anfing, zu regnen/schütten. Abends gingen wir noch einmal in die Pizzeria, dieses Mal mußten unsere Männer nicht in der Küche mithelfen, der Koch war wieder aufgetaucht.

Weiterer Bericht siehe Argentinien/Chile